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15.09.2016

Fahrgastschiff mit mehr als 100 Kindern im Wattenmeer vor Langeoog festgekommen

Im Wattenmeer zwischen Bensersiel und der ostfriesischen Insel Langeoog ist am Donnerstagnachmittag, 15. September 2016, ein Fahrgastschiff mit insgesamt 130 Menschen an Bord festgekommen. Die meisten von ihnen waren Kinder mehrerer Schulklassen, unterwegs in ein Schullandheim auf Langeoog. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte die Abbergung aller Passagiere.

Vor Langeoog ist das Fahrgastschiff „Flinthörn“ mit 130 Menschen an Bord festgekommen.

Gegen 15.30 Uhr alarmierte der Kapitän der „Flinthörn“ die Seenotretter. Das 33,5 Meter lange Fahrgastschiff war mit 127 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord am nördlichen Rand der Ruteplate zwischen Langeoog und dem Festland bei ablaufendem Wasser festgekommen. Die „Flinthörn“ war mit mehreren Schulkassen an Bord auf dem Weg zur Insel.

Da das auf Langeoog stationierte Seenotrettungsboot CASPER OTTEN derzeit an einer internationalen Übung auf der Jade teilnimmt, setzte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Rettungseinheiten der Nachbarstationen ein: die Seenotrettungsboote NEUHARLINGERSIEL/Station Neuharlingersiel und ELLI HOFMANN-RÖSER/Station Baltrum sowie als Einsatzleiter vor Ort den Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney. Ferner boten das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bayreuth“ und das Zollschiff „Helgoland“ die Unterstützung ihrer kleinen Beiboote an.

Aufgrund des weiter fallenden Wasserstandes mussten alle Einheiten den deutlich weiteren Weg über die offene Seeseite von Langeoog durch das Seegatt Accumer Ee zwischen Baltrum und Langeoog nehmen, um den Havaristen zu erreichen. Am schnellsten vor Ort war ein Sportboot. Mit ihm gelang in drei Anläufen die Abbergung aller 127 Passagiere noch bevor die Rettungseinheiten eingreifen mussten.

Die dreiköpfige Besatzung der „Flinthörn“ ist an Bord geblieben. Sie will in der Nacht zu Freitag versuchen, das Fahrgastschiff aus eigener Kraft freizubekommen. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

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