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01.05.2012

Arbeitsreiches Wochenende für die Seenotretter

Viel zu tun hatten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am verlängerten Wochenende vom Freitag, dem 27. April, bis zum Dienstag, dem 1. Mai 2012. Bei 40 Einsätzen in Nord- und Ostsee wurden insgesamt 109 Personen aus Gefahrensituationen befreit. Der weitaus größte Anteil der Einsätze konzentrierte sich mit 32 Alarmierungen auf die Ostseereviere. Überwiegend mussten die Seenotretter Freizeitskippern zu Hilfe kommen, die mit ihren Booten durch Navigationsschwierigkeiten oder Motorschäden in Gefahr geraten waren.

Grömitz / Schleswig-Holstein | Der Seenotkreuzer HANS HACKMACK/Station Grömitz, kam am Samstag (28.4.12) zwei Kitesurfern zu Hilfe, denen es nicht mehr gelang, selbständig an Land zurückzukehren. Die Kiter wurden an Bord genommen und sicher in den Hafen gebracht.


Hiddensee / Mecklenburg-Vorpommern | In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete die Freiwilligen-Station Vitte (Hiddensee) mit ihrem Seenotrettungsboot NAUSIKAA allein sechs Einsätze, bei denen Yachten auf Grund gelaufen waren und freigeschleppt werden mussten.

Borkum / Niedersachsen | In der Nordsee war am Samstag (28.4.12) eine Segelyacht mit zwei Personen an Bord bei stark böigem Wind und Seegang mit zwei bis drei Metern Wellenhöhe in Seenot geraten, nachdem der Motor ausgefallen war. Die beiden älteren Schweden an Bord der 7,50 Meter langen Yacht hatten das Boot vom niederländischen Kerkingen nach Malmö überführen wollen. Nachdem sie bereits auf dem Weg bis Borkum zwei Mal Hilfe in Anspruch nehmen mussten, endete die Reise auf eigenem Kiel für die beiden vor Borkum.

Um 11.40 Uhr hatten die Segler über Funk „Mayday“ gesendet (Alarmierung bei Lebensgefahr). Der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP der Station Borkum, das Bundespolizeischiff „Bad Bramstedt“ sowie das niederländische Rettungsboot „Jan en Titia Visser“ waren vor Ort. Das Tochterboot des Seenotkreuzers schleppte die Segelyacht im schweren Seegang nach Borkum ein. Das Steuern an Bord des Havaristen übernahm ein Seenotretter, da die Besatzung dazu nicht mehr in der Lage war. Der Skipper wurde sicherheitshalber in ein Krankenhaus gebracht. Die Yacht soll nun auf dem Landweg nach Schweden überführt werden.