03.09.2020

Seenotretter trainieren vor Rügen den Ernstfall

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Lauterbach 2020 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Die Übung auf dem Greifwalder Bodden vom 4. bis 6. September findet vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr unter besonderen Schutzvorkehrungen statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Seenotretter hält Aussicht mit Fernglas vor Lauterbach

Seenotretter trainieren vor Lauterbach den Ernstfall
Symbolbild, Foto: Steven Keller

Während der SAREx trainieren die beteiligten Besatzungen vor der Insel Rügen vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Rettungsleuten erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Auch medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Havarien und Unglücke sind jederzeit möglich. Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit.

Da das ständige Training entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist, hat die DGzRS entschieden, die SAREx in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem außerordentlichen Schutz- und Hygienekonzept stattfinden zu lassen. Umfangreiche Maßnahmen im Hinblick auf die Gesundheit der Besatzungen werden vor und während der Übungstage für alle Teilnehmer verbindlich vorgehalten.

An der Übung teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer ARKONA (Station Warnemünde), BREMEN (Station Fehmarn/Großenbrode) und FRITZ KNACK (Station Olpenitz) sowie von den Freiwilligen-Stationen die Seenotrettungsboote KURT HOFFMANN (Station Glowe), WOLFGANG WIESE (Station Timmendorf/Poel), HECHT (Station Zinnowitz), HEINZ ORTH (Station Freest) und CASPER OTTEN (Station Lauterbach). Außerdem wird ein Fahrzeug der Bundespolizei bei der DGzRS-Übung dabei sein sowie am Samstag (5.9.) auch der Hubschrauber "Rescue 02" von NHC (Northern Helicopter GmbH).

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