15.01.2021

Seenotretter 2020 für fast 3.500 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz

Neuer DGzRS-Botschafter ist Cartoonist Wolf-Rüdiger Marunde – Seenotrettungskreuzer für den Darß erhält Traditionsnamen NIS RANDERS

Zwei Seenotrettungskreuzer helfen einem weiteren Boot bei einer Übung vor Büsum

Mehr als 1.700 Mal waren die Seenotretter im vergangenen Jahr auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Darüber hinaus trainieren sie ständig für den Ernstfall (Bild).
Foto: ypscollection.de

Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter im Jahr 2020 insgesamt 1.720 Mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben dabei fast 3.500 Menschen Hilfe geleistet. Allein rund 360 von ihnen wurden aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit. Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 155 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter nahezu 85.600 Gerettete. Die Modernisierung der Rettungsflotte schreitet voran. 2020 und 2021 lösen insgesamt zehn neue Einheiten ältere Seenotrettungskreuzer und -boote ab. 2021 wird unter anderem ein neuer Seenotrettungskreuzer für den Darß auf den Traditionsnamen NIS RANDERS getauft.

Die Seenotretter kamen im vergangenen Jahr zahleichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zu Hilfe, waren mehrere Male für Windparkversorger, Seeleute von Handelsschiffen oder Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch viele Wassersportler und Küstenbesucher konnten sich erneut auf die schnelle Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen. Die Seenotretter kennen keine Saison. Jetzt, in der raueren Jahreszeit, sind sie besonders gefordert. Der letzte Einsatz 2020 war zugleich der erste 2021: Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE, größte Rettungseinheit der DGzRS, verbrachte den Jahreswechsel auf See.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren in den vergangenen Monaten weniger Schiffe auf Nord- und Ostsee unterwegs. Auch die Wassersportsaison 2020 begann verspätet. Beides macht sich in der jüngsten Einsatzstatistik der Seenotretter bemerkbar. 2020 haben die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote insgesamt 1.720 Einsätze gefahren, knapp 400 weniger als im Vorjahr. Dennoch halfen sie dabei annähernd gleich vielen Menschen (3.492, Details siehe Anhang).

Zwei Seenotretter gucken entgegengesetzt durch Ferngläser aufs Wasser
Immer im Blick: die zahlreichen Freunde und Förderer der Seenotretter im ganzen Land. Für sie hat die DGzRS neue Formen der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Foto: Steven Keller
Ein Portraitfoto des Seenotretter-Botschafters Wolf-Rüdiger Marunde
Der Cartoonist und Illustrator Wolf-Rüdiger Marunde ist neuer ehrenamtlicher Botschafter der Seenotretter. Foto: privat
Seenotrettungskreuzer EUGEN im Einsatz umgeben von Spritzwasser
Seenotrettungskreuzer EUGEN/Station Norderney im Einsatz auf der Nordsee. Foto: Flying Focus, Herman IJsseling

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Hubschrauber und Seenotrettungskreuzer, ein Mann an einem Windenseil. Zur Seite: Großübung der Seenotretter in der Eckernförder Bucht erfolgreich abgeschlossen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat vom 16. bis 19. September 2026 die SAREx Eckernförde 2026 (Search and Rescue Exercise) - eine große Such- und Rettungsübung - durchgeführt. Neun DGzRS-Einheiten sowie Schiffe und Hubschrauber von Partnerorganisationen waren im Einsatz.

Eine Person auf einer Trage wird von Seenotrettern von einem Schiff auf einen Seenotrettungskreuzer übergeben. Zur Seite: Seenotretter trainieren komplexe Rettungseinsätze auf der Ostsee

DGzRS richtet mehrtägige Such- und Rettungsübung vor Eckernförde aus

Besucherinnen und Besucher stehen bei sonnigem Wetter in einer Warteschlange vor einem Seenotrettungskreuzer im Hafen. Der Schiffsname Nis Randers ist gut sichtbar am Aufbau angebracht. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Boote zu erkennen, darüber ein klarer blauer Himmel mit wenigen Wolken.  . Zur Seite: DGzRS begeht erfolgreich ihren Tag der Seenotretter 2026

Rund 40.000 Besucher auf Stationen an Nord- und Ostsee besuchen Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote, informieren sich beim Open Ship aus erster Hand über die Arbeit der Seenotretter und kommen mit den Besatzungen ins Gespräch.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

Das Seenotretter-Logbuch

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