Schon bei der Gründung die Seenotretter im Blick

Die Hochsee-Segler-Gemeinschaft (HSG) Bünde hat nach ihrer Auflösung das restliche Vereinsvermögen in Höhe von 1.010 Euro an die DGzRS weitergereicht. So hatten es die Gründer 1984 in der Satzung festgelegt.

Zwei Personen in Zivilkleidung und zusätzlich ausgestattet mit gelber Warnweste und weißen Schutzhelmen stehen auf einem Gerüst innerhalb einer Werfthalle. Beide halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 1.010 Euro vor sich. Im Hintergrund sind eine Gerüstkonstruktionen und Teile eines Seenotrettungskreuzers zu sehen.

Die Hochsee-Segler-Gemeinschaft (HSG) Bünde hat nach ihrer Auflösung das restliche Vereinsvermögen in Höhe von 1.010 Euro an die DGzRS weitergereicht. So hatten es die Gründer 1984 in der Satzung festgelegt.

Die HSG Bünde hatte nie nur Mitglieder, die ausschließlich an ihre Leidenschaft dachten. Schon als sich im April 1984 in Nordrhein-Westfalen diese Gruppe passionierter Segler zusammenschloss, gehörte die Solidarität mit den Seenotrettern dazu. Denn ihnen war bewusst, dass Hochseesegeln nicht nur Freiheit bedeutet, sondern auch Verantwortung. Deshalb legten sie in der Satzung fest: Im Fall der Auflösung soll das restliche Vereinsvermögen der DGzRS zugutekommen. 

Der damalige Beschluss zeugt von Weitblick, Dankbarkeit und dem Bewusstsein, dass Sicherheit auf See keine Selbstverständlichkeit ist. Ein Satz des Vorsitzenden und Gründungsmitgliedes Ulrich Althoff fasst diesen Gedanken perfekt zusammen: „Nur, wer das Meer bei unbequemem, stürmischem Wetter kennengelernt hat, weiß die Anwesenheit und die Arbeit der Menschen bei der DGzRS zu schätzen.“ 

Mehr als 40 Jahre lang prägte die HSG Bünde das Seglerleben ihrer Mitglieder – mit Törns, Seemannschaft und dem typischen Vereinsalltag, der aus einer Gruppe Gleichgesinnter eine echte Gemeinschaft formte. Der Zusammenschluss war für viele mehr als ein organisatorischer Rahmen fürs Segeln. Er war ein Motor für gemeinsame Erlebnisse wie die „Sailing Week“ oder das „Coconut Rum Race“. Doch wie viele Vereine, die über Jahrzehnte bestehen, kam irgendwann der Moment, an dem die Segel endgültig gestrichen werden mussten. Angesichts des gestiegenen Durchschnittsalters ihrer rund 80 Mitglieder entschloss sich die Gemeinschaft schließlich, die HSG Bünde aufzulösen. Nach dem Motto: „Alles hat seine Zeit.“ 

Als Abschluss der Vereinsgeschichte übergaben Ulrich Althoff und die seit 19 Jahren als Schriftführerin aktive Brigitte Fischer am 28. Juli einen symbolischen Spendenscheck an die Seenotretter. Bei ihrem Besuch in der DGzRS-Zentrale und der hauseigenen Werft in Bremen konnten sich beide davon überzeugen, dass die 1.010 Euro bei den Seenotrettern sinnvoll eingesetzt werden und die Entscheidung der Vereinsgründer bis heute trägt. Die HSG Bünde endete zwar an diesem Tag, doch das Engagement für die Seenotretter lebt weiter: So ist das ehemalige HSG-Mitglied Mark Oliver Fischer, Enkel von Brigitte Fischer, seit seinem Umzug ins schleswig-holsteinische Hüsby im nahen Schleswig freiwilliger Seenotretter auf der dortigen Station.

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Eine Frau und zwei Männer halten einen symbolischen großen Spendenscheck in Händen und schauen in die Kamera. Zur Seite: Krimi-Lesung ruft Spende auf den Plan

DGzRS-Botschafter Klaus-Peter Wolf liest im Landkreis Hildesheim und nimmt 250 Euro für die Seenotretter mit nach Hause.

Vier Personen stehen im Steuerhaus eines historischen Schiffes. Zwei Personen halten ein Seenotretter-Sammelschiffchen vor sich, die zweite Person von links hingegen hält eine Art Dokument in die Kamera. Im Hintergrund sind Schiffsfenster, nautische Instrumente und das Steuerrad zu sehen.. Zur Seite: Aus vielen Cent werden 1.000 Euro für die Seenotretter

Prall gefülltes Sammelschiffchen zeugt davon, dass viele kleine Beiträge Großes bewirken können.

Person in dunklem Poloshirt, Jeans und weißen Schuhen steht vor einem Seenotrettungskreuzer, welcher nur in Ausschnitten zu sehen ist. Gut sichtbar ist der Schriftzug Hamburg direkt hinter ihr.. Zur Seite: Ein Leben mit Borkum und den Seenotrettern

Tiefe Verbundenheit zur ostfriesischen Insel schafft über Stiftung „Die Seenotretter“ etwas Bleibendes über den Tod hinaus.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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