Einstige Kreuzfahrt-Crew spendet für die Seenotretter

Gemeinsame Erlebnisse auf See verbinden oft ein Leben lang. Das gilt auch für ehemalige Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes „Arkona“. Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrer letzten Fahrt treffen sich viele von ihnen noch regelmäßig. Bei ihrem jüngsten Wiedersehen sammelten sie 1.100 Euro für die DGzRS.

Teilnehmende des ARKONA-Crew-Treffens posieren auf einer Bühne vor einer Projektionsfläche mit dem dort abgebildeten Kreuzfahrtschiff AIDAmar und dem Veranstaltungstitel für Oktober 2026. Die Menschen blicken lachend in die Kamera, vielen von ihnen winken.
Seit vielen Jahren halten sie Kontakt und engagieren sich heute für die Seenotretter: ehemalige Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes „Arkona“.

Als die Seereederei Rostock der DDR 1985 das bekannte Fernseh-Kreuzfahrtschiff „Astor“ übernahm, in „Arkona“ umbenannte und für den Feriendienst des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes in Dienst stellte, war Bernd Kunze dabei. Heute engagiert sich der mittlerweile 73-Jährige als Ehrenamtlicher an Land für die DGzRS. Damals gehörte er zur Besatzung, die mit Urlaubern vor allem aus der DDR die Weltmeere bereiste. „Von Anfang an bildete sich eine Stammcrew heraus. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse ließen uns zu einer seemännischen Gemeinschaft werden“, erinnert er sich. 

Mit der Wende und der deutschen Wiedervereinigung endete für die meisten ihre Zeit auf der „Arkona“. Passagiere blieben aus, Verträge wurden gekündigt. Bernd Kunze und andere gingen für immer von Bord. Was blieb, war ihre Verbundenheit untereinander. Seit vielen Jahren treffen sich ehemalige Crewmitglieder regelmäßig, um über alte Zeiten zu sprechen und sich über ihre neuen beruflichen Wege an Land auszutauschen. Einer von ihnen eröffnete beispielsweise auf Rügen eine Kaffeerösterei. Zum jüngsten Treffen vom 4. bis 7. Oktober auf dem Kreuzfahrtschiff „AIDAmar“ brachte er eigens eine besondere „Arkona“-Edition seines Kaffees mit. 

Während eines Empfangs auf der mehrtägigen Ostseereise wurden diese Spezialität, maritime Souvenirs sowie Bücher und DVDs über die „Arkona“ zugunsten der Seenotretter verkauft und versteigert. Unter den rund 80 mitreisenden einstigen Besatzungsmitgliedern fand die Aktion großen Zuspruch. Viele warfen zusätzlich Geld in den Spendentopf, sodass Bernd Kunze am Ende 1.100 Euro an die DGzRS weitergab. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig und zugleich gefährlich Einsätze bei Seenotfällen sind. Mit unserer Unterstützung möchten wir auch unsere Verbundenheit mit den Seenotrettern zum Ausdruck bringen“, sagt er. Es soll keine einmalige Aktion bleiben: Bei ihrem nächsten Treffen wollen die ehemaligen „Arkona“-Fahrer ihr Engagement fortsetzen.

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

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