Die Seenotretter der Station Maasholm der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am späten Donnerstagabend, 23. Juli 2026, im Einsatz für eine havarierte Segelyacht auf der Ostsee. Östlich von Schleimünde meldete die zweiköpfige Besatzung nach Einbruch der Dunkelheit starken Wassereinbruch. Der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK und das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY sicherten die Yacht und brachten Boot und Besatzung sicher nach Maasholm.
Während des nächtlichen Schlepps einer Segelyacht mit Wassereinbruch passieren das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY (angeschnitten im Vordergrund) und der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK den markanten Leuchtturm von Schleimünde.
Gegen 21.40 Uhr meldete sich die zweiköpfige Crew einer acht Meter langen Segelyacht bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Aus ungeklärter Ursache dringe Wasser in ihr Boot ein. Die Yacht befand sich zu diesem Zeitpunkt rund vier Seemeilen (ca. 7,5 Kilometer) östlich des Hafens Schleimünde (Schleswig-Holstein) auf der Ostsee.
Umgehend wurde die Besatzung des Seenotrettungskreuzers FRITZ KNACK der DGzRS-Station Maasholm alarmiert, der nur wenige Minuten später auslief. Bald darauf brach der telefonische Kontakt zur Segelyacht ab. Weil nicht auszuschließen war, dass sich die Lage an Bord verschlimmert haben könnte, wurde das mit freiwilligen Seenotrettern besetzte Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY (ebenfalls DGzRS-Station Maasholm) nachalarmiert.
Bald darauf traf die FRITZ KNACK an der Yacht ein und ging bei ihr längsseits. Die beiden jungen Männer an Bord waren durch ihre Bemühungen, das eindringende Wasser aus dem Boot zu schöpfen so durchnässt, dass sie auf die FRITZ KNACK übernommen und dort mit Ersatzkleidung versorgt wurden.
Ein Seenotretter der HELLMUT MANTHEY stieg auf das havarierte Segelboot. Er überzeugte sich davon, dass der Wassereinbruch unter Kontrolle war und steuerte die Yacht während der anschließenden Schleppreise nach Maasholm, wo Boot und Besatzung wohlbehalten gegen 23.30 Uhr eintrafen.
Zur Einsatzzeit herrschten schwache westliche Winde der Stärke drei (bis zu 19 km/h).