Seenotretter in den Morgenstunden für drei Fischer im Einsatz

Die Seenotretter der Station Cuxhaven haben am Montag, 15. Juni 2026, drei Fischer vor der niedersächsischen Küste aus einer gefährlichen Lage befreit: Mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zogen sie deren festgekommenen Kutter von einer Sandbank.

Ein Seenotrettungskreuzer fährt bei grauem, bewölktem Wetter durch eine aufgewühlte See und schleppt über ein Tau einen Krabbenkutter hinter sich her. Im Vordergrund sind Teile des Seenotrettungskreuzers zu sehen, wie die roten Feuerlöschmonitore und mit das huckepack mitgeführte Tochterboot mit der Kennung „DJ 4122“. Die Wellen sind schaumig, und am Horizont sind weitere Schiffe erkennbar.

Mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK der DGzRS schleppen die Seenotretter einen manövrierunfähigen Krabbenkutter in Richtung Cuxhaven.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 6.40 Uhr meldete sich der Kapitän des Krabbenkutters „Neptun“ (Heimathafen: Büsum) bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Nachdem sich vermutlich eine Leine im Propeller verfangen hatte, waren seine beiden Decksleute und er mit dem manövrierunfähigen Fischereifahrzeug gut zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) nördlich von Cuxhaven auf die Sandbank „Spitzsand“ getrieben. 

Etwa in Höhe der Tonne 30 waren sie festgekommen und konnten sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Es bestand die Gefahr, dass der Kutter von der Tide immer höher auf die Untiefe gedrückt wird und möglicherweise selbst bei Hochwasser nicht mehr von allein freikommt – auch setzte der Seegang die „Neptun“ immer wieder hart auf den Sandboden auf. 

Der alarmierte Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK, der derzeit die ANNELIESE KRAMER auf der Station Cuxhaven vertritt, lief umgehend zum Havaristen. Vor Ort stellten die Seenotretter bei nordwestlichem Wind der Stärke 6 (bis zu 49 km/h) routiniert eine Leinenverbindung her. Unter erschwerten Bedingungen bei starkem Ebbstrom schleppten sie die „Neptun“ frei. Anschließend zogen die Seenotretter den 21 Meter langen Krabbenkutter mit der HANS HACKMACK von der Untiefe weg ins tiefere Wasser.

 Inzwischen war auch der Propeller des Havaristen nicht mehr blockiert. Daher lösten die Seenotretter die Leinenverbindung. Anschließend fuhr das Fischereifahrzeug eigenständig nach Cuxhaven. Zur Sicherheit begleitete die HANS HACKMACK die „Neptun“ bis in den Hafen.

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