Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

In der Nacht zum Donnerstag, 19. März 2026, sind die Seenotretter einem Wachschiff der Offshore-Windindustrie mit Maschinenproblemen zu Hilfe gekommen. Nordöstlich von Thiessow auf Rügen alarmierte dessen Besatzung aufgrund ausgefallener Navigationssysteme die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Der Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE der Station Sassnitz begleitete das rund 28 Meter lange Schiff sicher in den Hafen. 

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.

Das Tochterboot NOTARIUS des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE/DGzRS-Station Sassnitz unterstützt den Havaristen beim Festmachen im Sassnitzer Hafen.

Gegen 21.30 Uhr meldete sich der Schiffsführer des Wachschiffes „Kalkgrund“ telefonisch bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Eine von zwei Hauptmaschinen sei ausgefallen, der Generator defekt und die Akkus leer. An Bord befanden sich vier Besatzungsmitglieder.

Die Rettungsleitstelle See alarmierte den in Sassnitz stationierten Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE. Die Seenotretter nahmen unverzüglich Kurs auf die „Kalkgrund“. Das Wachschiff lief den Seenotrettern mit seiner verbleibenden Maschinenleistung langsam entgegen.

Rund 45 Minuten nach der Alarmierung erreichte die HARRO KOEBKE den Havaristen. Nach einem Lageabgleich liefen die Seenotretter mit einer halben Seemeile Abstand voraus und lotsten die „Kalkgrund“ so sicher in den etwa neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) entfernten Sassnitzer Hafen. Dort unterstützten die Seenotretter die „Kalkgrund“ mit dem Tochterboot NOTARIUS beim Festmachen. 

Zur Einsatzzeit herrschte schwacher, umlaufender Wind mit weniger als einem halben Meter Seegang. 

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