„Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Am Dienstagvormittag, 19. Mai 2026, befreiten sie vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage.

Ein weiß-orangefarbener Seenotrettungskreuzer liegt an einem hölzernen Steg in einem Hafen. Daneben fährt ein kleines Arbeitsboot mit zwei Einsatzkräften auf dem Wasser. Im Hintergrund sind mehrere Fischerboote sowie industrielle Gebäude und Silos am Ufer zu sehen, unter einem leicht bewölkten Himmel.

Mit dem Arbeitsboot NIS PUK des Seenotrettungskreuzers THEODOR STORM der DGzRS haben die Seenotretter vor Büsum einen jungen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreit. 

Foto: Die Seenotretter – DGzRS, Karl-Heinz Kolle

Passagiere des Ausflugskutters „Hauke“ entdeckten gegen 9.15 Uhr vor der Westmole ein männliches Reh im Wasser. Wie das Tier dorthin gelangt war, blieb unklar. Fest stand jedoch: Es brauchte dringend Hilfe, um wieder an Land zu kommen.

Als die alarmierten Seenotretter mit dem Arbeitsboot NIS PUK des Seenotrettungskreuzers THEODOR STORM/Station Büsum ausgelaufen waren, fanden sie ihn mit zittrigen Beinen stehend auf einem Schlickhaufen. Vorsichtig näherten sich die Seenotretter dem verängstigten Tier. Es gelang ihnen, es mit einem beherzten Griff an Bord zu nehmen. Auf dem Arbeitsboot beruhigte sich der erschöpfte Bock zusehends.

Am Liegeplatz der THEODOR STORM übergaben die Seenotretter das augenscheinlich unverletzte Tier an einen hinzugerufenen Jäger. Dieser entließ es bereits kurz nach seinem Ausflug in die Nordsee wieder in die Freiheit – in sicherer Entfernung zum Ufer.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.
Wieder an Land: der gerettete Rehbock | Foto: Die Seenotretter – DGzRS, Karl-Heinz Kolle

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Ein Seenotrettungskreuzer auf der Nordsee vor Büsum. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für drei Schiffbrüchige vor Büsum

Die Seenotretter der Station Büsum sind am Samstag, 22. August 2026, für drei Schiffbrüchige im Einsatz gewesen. Die Segler – ein Ehepaar und der erwachsene Sohn – waren mit ihrem Jollenkreuzer gekentert.

Ein Seenotrettungsboot bei schlechtem Wetter auf der Ostsee. Im Hintergrund ist ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer zu sehen. Zur Seite: Seenotretter befreien sechs Menschen aus Lebensgefahr

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS sind am späten Mittwochabend, 19. August 2026, für eine Segelyacht mit starkem Wassereinbruch im Einsatz gewesen. Das zwölf Meter lange Boot drohte rund drei Seemeilen nördlich von Sassnitz zu sinken.

Ein Seenotrettungsboot in schneller Fahrt auf der Nordsee. Zur Seite: Seenotretter und Marineflieger für schiffbrüchigen Segler im Einsatz

Seenotretter und Marineflieger sind am Montagnachmittag, 17. August 2026, gemeinsam für einen Segler im Einsatz gewesen, dessen kleiner Katamaran zwischen den Inseln Langeoog und Spiekeroog gekentert war.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.