Zwei schiffbrüchige Segler auf der Schlei gerettet | DGzRS Die Seenotretter

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20.08.2017

Zwei schiffbrüchige Segler auf der Schlei gerettet

Freiwillige Seenotretter sichten gekenterte Jolle bei Kontrollfahrt

Vergeblich bemühen sich die beiden Segler, ihre gekenterte Jolle zu lenzen.

Zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen sind die freiwilligen Seenotretter der Station Schleswig am Samstagnachmittag, 19. August 2017, auf der Schlei. Das Seenotrettungsboot WALTER MERZ befand sich auf Kontrollfahrt nahe der Großen Breite, als die Besatzung in Höhe Hestholm zwei schiffbrüchige Segler entdeckte. Die Jolle der beiden war zuvor in einer starken Böe gekentert.

Eine junge Frau und ein junger Mann befanden sich unmittelbar neben der Jolle im Wasser. Ihr Boot war vollgelaufen und trieb halb unter der Wasseroberfläche. „Die beiden versuchten krampfhaft, es zu lenzen, was ihnen aber nicht gelang“, beschreibt Seenotretter Frank Tapper das Bild, das sich der Freiwilligen-Besatzung der WALTER MERZ gegen 15.50 Uhr bot.

Die Seenotretter fuhren an die Schiffbrüchigen heran und nahmen sie an Bord. Beide Segler waren bereits unterkühlt. Bei der Frau stellten die Seenotretter knapp 34, bei dem Mann knapp 35 Grad Körpertemperatur fest. An Bord der WALTER MERZ erhielten die Segler Handtücher und trockene Kleidung. Das Seenotrettungsboot nahm die gekenterte Jolle auf den Haken und schleppte sie in den Hafen von Stexwig.

An Bord der WALTER MERZ erholen sich die Geretteten schnell. Freunde nahmen die beiden in Stexwig wohlbehalten in Empfang. Zur Unglückszeit herrschten auf der Schlei west-südwestliche Winde um fünf Beaufort (bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) und etwa ein halber Meter Seegang