Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Auf der Ems zwischen Emden und Termunten (Niederlande) ist am Sonntag, 10. Mai 2026, ein Segler über Bord gestürzt. An Bord des segelnden Trimarans blieben zwei Mädchen zurück, die über UKW-Sprechfunk einen Notruf aussendeten. Der Mann wurde von der Besatzung eines anderen Sportbootes gerettet.

 

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme

Bremen Rescue Radio, die Seenotküstenfunkstelle der DGzRS, hört rund um die Uhr den UKW-Not- und Anrufkanal 16 ab. Dort wurde der Notruf der beiden Mädchen entgegengenommen

Kurz nach 12 Uhr empfing Bremen Rescue Radio, die Seenotküstenfunkstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), auf dem international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 den Notruf zweier Mädchen. Ihr Vater war unmittelbar zuvor über Bord gestürzt, und sie konnten ihn nicht mehr sehen. Die Mädchen befanden sich auf einem segelnden Trimaran.

Alarmiert wurde die umliegende Schifffahrt, zwei Hubschrauber sowie der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS-Station Borkum und das Seenotrettungsboot "Jan en Titia Visser" aus Eemshaven von der niederländischen Schwestergesellschaft KNRM (Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij, Königliche Niederländische Seenotrettungsgesellschaft).

Auch die Besatzung des Emder Sportbootes "Dorade" hörte den Notruf. Über das automatische Schiffsidentifizierungssystem (AIS) konnte sie die Position des Trimarans in der Nähe der Tonne 58 des Borkum-Emden-Fahrwassers sehen und direkt anlaufen. Die Mädchen hatten ihren Vater, der mit der Strömung mehrere hundert Meter abgetrieben war, inzwischen wieder im Blick. Trotz rauem Seegang gelang es der Besatzung des Motorbootes daraufhin, den Mann aus dem Wasser zu retten.

Zwischenzeitlich war auch das Lotsenversetzschiff "Izurdia" vom Lotsbetriebsverein Emden mit zwei Mann Besatzung von Emden zur etwa drei Seemeilen (ca. 5,5 Kilometer) entfernten Notfallposition ausgelaufen, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen. Die 17 Meter lange "Izurdia" ging bei dem 8,5 Meter langen Motorboot längsseits, übernahm den Segler und brachte ihn zu seinem Trimaran zurück. Die Mädchen, beide im jungen Teenageralter, hatten zwischenzeitlich den Motor des Trimarans gestartet, und die "Izurdia" konnte am Trimaran längsseits gehen.
Der technische Ingenieur des Lotsenversetzers stieg mit auf den Trimaran über und übernahm es, das Boot mit dem Verunglückten und seinen beiden Töchtern an Bord nach Emden zu bringen. Dort wurden die drei an einen Rettungswagen übergeben.

"Es ist eine Herausforderung, eine über Bord gestürzte Person im Blick zu behalten, über Funk den Notrufverkehr abzuwickeln und gleichzeitig das Segelfahrzeug zu steuern. Damit ist auch manche erwachsene Crew überfordert," sagte Carsten Ihnken, Einsatzleiter der Rettungsleitstelle See der DGzRS. "Die beiden Mädchen haben diese lebensgefährliche Situation mit bewundernswerter Geistesgegenwart gemeistert."


Zur Zeit des Unglücks herrschte Wind aus nördlicher Richtung mit etwa zwei bis drei Beaufort (bis 19 km/h).

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Ein orange-schwarzes Seenotrettungsboot mit der Aufschrift „Sar“ und dem Namen „Manfred Hessdörfer“ fährt mit hoher Geschwindigkeit über eine Wasserfläche und spritzt dabei Gischt auf. Mehrere Crewmitglieder mit Helmen sitzen im Deckshaus. Am Heck weht eine Flagge mit rotem Hansekreuz. Der Himmel ist stark bewölkt und wirkt stürmisch, im Hintergrund ist eine flache Uferlandschaft zu erkennen.. Zur Seite: Jolle im Bodden auf Rügen gekentert – zwei Segler aus Seenot gerettet

Die freiwilligen Seenotretter der Station Breege haben im Breeger Bodden auf Rügen zwei Schiffbrüchige gerettet.

Die Aufnahme von Bord des Seenotrettungskreuzers Bernhard Gruben, aufgenommen im Morgengrauen, zeigt im unteren Bereich die Heckwanne des Seenotrettungskreuzers mit Tochterboot Johann Fidi, darüber die dunkle Wasserfläche der Nordsee und oben den Himmel. Die Bernhard Gruben schleppt mit einer Leine einen mittig im Bild befindlichen Fischkutter.. Zur Seite: Festgekommen und Rauch im Maschinenraum: Seenotretter befreien Nordsee-Fischer aus Gefahr

Ein Fischkutter ist in der Nacht zu Montag, 22. Juni 2026, im Seegebiet Nordergründe auf Grund gelaufen. Zudem meldete der Kapitän Rauchentwicklung im Maschinenraum. Die Seenotretter befreiten die Fischer von der Untiefe und brachten Schiff und Besatzung sicher in den Hafen.

Ein Seenotrettungskreuzer fährt bei grauem, bewölktem Wetter durch eine aufgewühlte See und schleppt über ein Tau einen Krabbenkutter hinter sich her. Im Vordergrund sind Teile des Seenotrettungskreuzers zu sehen, wie die roten Feuerlöschmonitore und mit das huckepack mitgeführte Tochterboot mit der Kennung „DJ 4122“. Die Wellen sind schaumig, und am Horizont sind weitere Schiffe erkennbar.. Zur Seite: Seenotretter in den Morgenstunden für drei Fischer im Einsatz

Die Seenotretter der Station Cuxhaven haben drei Fischer vor der niedersächsischen Küste aus einer gefährlichen Lage befreit: Mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK befreiten sie deren festgekommenen Kutter von einer Sandbank

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.