Im Salzhaff festgekommen

Mit vereinten Kräften haben die Seenotretter der Stationen Warnemünde und Timmendorf/Poel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) das Fahrgastschiff „Ostseebad Rerik“ gestern, Dienstag, 5. Mai 2026, von einer Untiefe im Salzhaff bei Rerik befreit. An Bord befanden sich 40 Menschen.
 

Ein kleines Seenotrettungsboot liegt mit dem Bug an einem Fahrgastschiff

Seenotrettungskreuzer ARKONA und Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI befreien die "Ostseebad Rerik" von einer Untiefe

Die „Ostseebad Rerik“, ein im Revier beheimatetes, 34 Meter langes Fahrgastschiff, war im Salzhaff nach kurzzeitigen Maschinenproblemen direkt neben dem schmalen Fahrwasser teilweise festgekommen. Das Salzhaff gehört zur Mecklenburger Bucht und wird von der Halbinsel Wustrow begrenzt.

Der Kapitän der „Ostseebad Rerik“ hatte sich am Nachmittag bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, gemeldet, nachdem sich das Schiff nicht aus eigener Kraft befreien konnte.

Zunächst wurde die Freiwilligenstation Timmendorf/Poel alarmiert. Mit dem derzeit dort stationierten Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI waren die Seenotretter nach etwa einer halben Stunde vor Ort.
Um die „Ostseebad Rerik“ vom Schlick zu ziehen, benötigte es dann aber doch die zusätzliche Unterstützung des Seenotrettungskreuzers ARKONA der DGzRS-Station Warnemünde. Das Angebot der Seenotretter, Fahrgäste mit dem Seenotrettungsboot zwischenzeitlich an Land zu bringen, musste niemand in Anspruch nehmen.

Nach dem Eintreffen der ARKONA brachte das Seenotrettungsboot eine Schleppleine vom Seenotrettungskreuzer zum Fahrgastschiff, damit die ARKONA nicht selbst Gefahr lief, im Flachwasser aufzulaufen. Aufgrund des Nordostwindes mit drei bis vier Windstärken (bis 28 km/h) sank der Wasserstand im Haff während des Einsatzes um einige Zentimeter.

Gemeinsam gelang es den beiden Rettungseinheiten, die „Ostseebad Rerik“ zurück in tieferes Wasser zu ziehen. Das Schiff konnte seine Fahrt selbstständig fortsetzen. Gefahr bestand für die Passagiere zu keinem Zeitpunkt.
 

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