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29.01.2010

Wassereinbruch: Seenotretter eilen Fischkutter zur Hilfe

Mit leistungsstarken Lenzpumpen haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Freitag (29. Januar 2010) nahe der Ostseeinsel Fehmarn einen Fischkutter mit zwei Mann an Bord vor dem Sinken bewahrt.

Gegen 7.30 Uhr hatte die Besatzung der knapp 15 Meter langen „Inge Lore“ (Heimathafen Burgstaaken) etwa fünf Seemeilen (zirka neun Kilometer) südöstlich des Leuchtturms Staberhuk einen „Mayday“-Ruf abgesetzt und Wassereinbruch gemeldet. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte den Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER. Seine Besatzung hatte den Notruf bereits mitgehört und lief unverzüglich von der derzeitigen Position im Fährhafen Puttgarden mit äußerster Kraft zum Havaristen.


Durch eine vermutlich vom Eisgang eingedrückte Planke im Vorschiff waren die Besatzungsunterkünfte der „Inge Lore“ bis zum Niedergang voll Wasser gelaufen. Unterdessen gingen zwei in der Nähe befindliche andere Fischkutter bei ihr längsseits. Sie tauten an, damit die „Inge Lore“ nicht „auf Tiefe“ ging. Mit kleinen bordeigenen Lenzpumpen verhinderten sie vorerst weiteren Wassereinbruch, konnten den Havaristen jedoch nicht stabilisieren. Zur Sicherheit hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN deshalb außerdem einen SAR-Hubschrauber der Marine aus Kiel angefordert, der über dem Unglücksort schwebte.


Der Seenotkreuzer übergab seine leistungsfähigere Lenzpumpe und übernahm die „Inge Lore“ zum seitlichen Schlepp an seine eigene Backbordseite. Das Einlaufen nach Burgstaaken gestaltete sich wegen einer nur schmalen eisfreien Rinne als sehr schwierig. Die Seenotretter stoppten zunächst auf Höhe der Ansteuerung und ließen sich zusätzliche Pumpen der Feuerwehr von einem weiteren Fischkutter bringen, damit der Havarist kurzzeitiges Schleppen hintereinander „in Reihe“ und ohne Pumpenunterstützung übersteht. Das Tochterboot ELSA des Seenotkreuzers geleitete die „Inge Lore“ schließlich, gezogen von einem Fischkutter, in den stark vereisten Hafen.
Heftige Schneefälle erschwerten immer wieder die Bergungsarbeiten. Der Wind wehte aus südwestlicher Richtung mit Stärke 3 bis 4.

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