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08.05.2019

Seenotretter und Marine bewahren Büsumer Fischkutter vor dem Sinken – Beide Fischer wohlauf – Kutter sicher in Wilhelmshaven

Der Fischkutter „Stella Polaris“ aus Büsum hat gestern Abend, Dienstag, den 7. Mai 2019, in der Nordsee nördlich von Wangerooge schweren Wassereinbruch erlitten und drohte zu sinken. Die Seenotretter der Station Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnten das eindringende Wasser unter Kontrolle bringen und brachten den Kutter in der Nacht nach Wilhelmshaven.

Die „Stella Polaris“ längsseits beim Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE

Der Wassereinbruch ereignete sich auf dem 18 Meter langen Kutter etwa in Höhe der Neuen Weser Reede Nord, sieben Seemeilen (ca. zwölf Kilometer) nördlich von Wangerooge. Als erstes vor Ort war die Besatzung „Charlie“ der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“. Von dem 150 Meter langen Schiff wurden mit Beibooten Besatzungsmitglieder auf den Fischkutter gebracht, um bei der Leckbekämpfung zu unterstützen. Als der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE von Helgoland eintraf, konnten die Seenotretter starke Lenzpumpen einsetzen. Damit gelang es, dass der Wasserstand im Fischkutter nicht weiter anstieg. Gemeinsam konnten die Seenotretter und die Besatzung der Deutschen Marine die „Stella Polaris“ vor dem Sinken bewahren.
Weitere Fahrzeuge in der Nähe sowie der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER aus Bremerhaven waren zu dieser Zeit zur Sicherung auf Standby oder im Zulauf.
Die HERMANN MARWEDE nahm den Kutter längsseits und schleppte das gefährdete Schiff langsam nach Wilhelmshaven. Die zwei Fischer blieben während der Zeit an Bord. Die Stromversorgung des Fischkutters wurde durch die HERMANN MARWEDE aufrechterhalten. Zur Sicherheit wurde der Schleppverband zunächst durch den Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER und dann durch das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven begleitet. Die weiteren Fahrzeuge wurden aus dem Einsatz entlassen.
Die HERMANN MARWEDE traf mit dem Havaristen kurz vor zwei Uhr nachts in Wilhelmshaven ein, wo der Fischkutter aus dem Wasser genommen werden wird. Die beiden Fischer blieben unverletzt und sind wohlauf.
Zu den Ursachen des Wassereinbruches hat die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven die Ermittlungen aufgenommen.

Ergänzung: Wie die Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg zwischenzeitlich mitteilte, war der Fischkutter mit einem vor Anker liegenden maltesischen Frachtschiff kollidiert. Durch die Kollision kam es zum Wassereinbruch. An dem Ankerlieger entstand kein Schaden.

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