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02.10.2019

Seenotretter holen verletzte Frau von Rügens Steilklippe

Bei einem Sturz unterhalb der Kreidefelsen Rügens hat sich eine Urlauberin am Mittwoch, 2. Oktober 2019, sehr schwer am Bein verletzt. Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) holten die Verletzte von der Steilküste, da der Transport über Land nicht möglich war.

Die Seenotretter bringen mit einem Schlauchboot und dem Tochterboot NOTARIUS des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE eine schwer verletzte Frau von der Steilküste Rügens in Sicherheit. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Die etwa 55- bis 60-jährige Frau war gegen Mittag nördlich der Piratenschlucht so unglücklich gestürzt, dass sie sich eine Fraktur am Bein zuzog. Ein Hubschrauber der DRF-Luftrettung mit einer Notärztin und einer Rettungsassistentin an Bord musste aufgrund des unwegsamen Geländes etwa einen Kilometer von der Urlauberin entfernt landen. Die restliche Strecke gingen die beiden Rettungskräfte zu Fuß. Ein Transport der Verletzten über das schwer begehbare und steinige Steilufer zum Hubschrauber kam nicht infrage. Deshalb bat die Rettungsleistelle Rügen die Seenotretter um Unterstützung.

Der Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE lief gegen 12.15 Uhr von seinem Liegeplatz in Sassnitz aus. Während vor Ort die Notärztin und die Rettungsassistentin die Patientin stabilisierten, setzte die Besatzung der HARRO KOEBKE unweit der Küste das Tochterboot NOTARIUS und ein Schlauchboot aus – die letzten Meter zum Ufer lassen sich über dem steinigen Meeresgrund nur mit einem Schlauchboot bewältigen.

Die Verletzte wurde entsprechend geschützt auf einer Trage gelagert, und dann auf umgekehrtem Seeweg von den Seenotrettern per Schlauchboot und Tochterboot in Begleitung der Notärztin und der Rettungsassistentin auf den Seenotrettungskreuzer gebracht. Im Hafen von Sassnitz übergaben sie die Patientin gegen 13.30 Uhr an den Landrettungsdienst, der sie mit dem Rettungshubschrauber in eine nahe gelegenes Krankenhaus flog.

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