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01.07.2019

Schwimmerin kommt junger Stehpaddlerin in Lebensgefahr zu Hilfe – Seenotretter retten zwei junge Frauen aus der Ostsee

Eine 16-jährige Stand-Up-Paddlerin (Stehpaddlerin) ist gestern, Sonntag, den 30. Juni 2019, am Weidefelder Strand südlich von Olpenitz (Ostsee) in Lebensgefahr geraten. Die Jugendliche wurde von einer Schwimmerin und Seenotrettern der Station Olpenitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gerettet.

Seenotrettungskreuzer der DGzRS in voller Fahrt
Der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK war für eine junge Stehpaddlerin im Einsatz (Archivbild: Jonas Schuetze)

Die erste Notmeldung erreichte die Seenotretter über eine Mitarbeiterin eines Restaurants am Weidefelder Strand. Sie berichtete telefonisch, dass vor dem Strand jemand in Not sei. Offenbar parallel hatte jemand über den Notruf die Landrettungsleitstelle angerufen.
Als der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK bereits wenige Minuten später vor dem Weidefelder Strand eintraf, fanden sie ungefähr 800 Meter vom Ufer entfernt zwei junge Frauen an einem Paddelbrett. Ein vollkommen erschöpftes 16-jähriges Mädchen, das mit dem Stehpaddel-Brett aufs offene Meer getrieben worden war, wurde von einer jungen Frau, einer sehr guten Schwimmerin, über Wasser gehalten. Diese hatte die Notlage des Mädchens bemerkt und war zu ihr hinausgeschwommen.
Die Seenotretter nahmen die beiden über ein Rettungsnetz an Bord und versorgten sie mit wärmenden Decken. Wie die junge Stand-Up-Paddlerin den Seenotrettern später berichtete, war es ihr nicht gelungen, an den Strand zurückzukehren. Durch ablandigen Wind wurde sie immer weiter auf die Ostsee getrieben. Als die zu Hilfe eilende Schwimmerin sie erreicht hatte, hatte die 16-Jährige bereits mit dem Leben abgeschlossen. „Die junge Frau hat dem Mädchen vermutlich das Leben gerettet“, sagte Seenotretter Stephan Brammer, der die beiden zusammen mit den Kollegen Mario Sörnsen und Dirk Doose mit Hilfe des Rettungsnetzes aus dem Wasser gezogen hatte.
Die Seenotretter alarmierten den Notarzt, der die Jugendliche im Hafen von Olpenitz medizinisch betreute. Eine Überstellung ins Krankenhaus wurde nicht mehr nötig. Sie konnte noch am Abend von ihrer Familie abgeholt werden.


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