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30.08.2018

Maschinenraumbrand auf Windparkschiff nordöstlich von Rügen

Auf einem Windparkschiff ist am Donnerstagvormittag, 30. August 2018, nordöstlich der Insel Rügen ein Brand im Maschinenraum ausgebrochen. Der Besatzung gelang es, ihn mit Bordmitteln unter Kontrolle zu bringen. Der Seenotrettungskreuzer BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte Brandbekämpfungsexperten zu dem Crew Transfer Vessel (CTV) und begleitete den Havaristen in den Fährhafen Sassnitz/Mukran.

Der Seenotrettungskreuzer BREMEN der DGzRS ist beim Havaristen „World Bora“ längsseits gegangen. An Bord hat es im Maschinenraum gebrannt. Foto: Wasserschutzpolizei Sassnitz (Hinweis: Auf dem Bild ist kein Rauch zu sehen. Es handelt sich offenbar um einen Fleck auf der Scheibe des Schiffes, von dem aus das Foto aufgenommen wurde.)

Gegen 11 Uhr erreichten die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS über UKW-Seefunk sowohl ein über Sprechfunk übermittelter als auch ein automatischer Seenotruf der „World Bora“ („Mayday“ = unmittelbare Lebensgefahr). Die Besatzung meldete Rauch im Maschinenraum. Sie bereitete sich darauf vor, ihr Schiff verlassen zu müssen.

Der zurzeit in Sassnitz stationierte und mit einer besonders leistungsstarken Feuerlöschanlage ausgerüstete Seenotrettungskreuzer BREMEN nahm mit acht Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz an Bord Kurs auf den Havaristen. Die Sassnitzer Seenotretter hatten den Notruf über Funk ebenfalls mitgehört.
Die unter dänischer Flagge fahrende „World Bora“ befand sich zu dieser Zeit etwa elf Seemeilen (gut 20 Kilometer) nordöstlich Sassnitz. An Bord des gut 29 Meter langen Schiffes waren vier Besatzungsmitglieder. Alle blieben unverletzt.

Es gelang ihnen, den Brand mit Bordmitteln unter Kontrolle zu bringen. Sie verschlossen den Maschinenraum des Trimarans und fluteten ihn mit Kohlendioxid. Zur Unglückszeit herrschten im Seegebiet vor Rügen ost-nordöstliche Winde zwischen zwei und drei Beaufort.

Der in der Nähe fahrende Offshore-Versorger „Sartor“ traf zuerst beim Havaristen ein und setzte sicherheitshalber zwei kleine Rettungsboote aus. Sie blieben bis zum Eintreffen der BREMEN auf Stand-by. Gegen 12 Uhr ging die BREMEN bei der manövrierunfähig treibenden „World Bora“ längsseits. Drei Feuerwehrleute stiegen auf den Havaristen über. Sie maßen an Bord Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius. Das Feuer war offenbar aus, die Temperatur fiel allmählich, blieb aber weiterhin hoch.

Die „World Golf“ der gleichen Reederei nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in den Fährhafen von Sassnitz/Mukran. Neben dem Seenotrettungskreuzer BREMEN begleitete auch das Wasserschutzpolizeiboot „Stubnitz“ den Schleppverband. Die Freiwillige Feuerwehr Sassnitz übernahm im Hafen die weiteren Maßnahmen.

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