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27.10.2017

Hilfe für schwer verletzten Seemann auf der Nordsee

Ein schwer verletzter Seemann wurde gestern Abend, Donnerstag, den 26. Oktober 2017, von einem niederländischen Frachtschiff abgeborgen und nach Schleswig-Holstein ins Krankenhaus geflogen. Der Frachter „Lady Ariane“ befand sich zu diesem Zeitpunkt 90 Seemeilen (über 160 Kilometer) nordwestlich von Helgoland in der Deutschen Bucht.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN arbeitete in der Nacht eng mit der Deutschen Marine zusammen, um einem verletzten Seemann zu helfen. (Archivbild, DGzRS / Sven Junge)

Über die dänische Seenotleitung in Aarhus war der Notfall an die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeldet worden. Der philippinische Seemann hatte sich bei einem Sturz eine Kopfverletzung zugezogen.
Die Wachleiter der DGzRS in Bremen alarmierten daraufhin den SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) auf Helgoland. Unterwegs nahm die Hubschrauberbesatzung per Seilwinde von der Fregatte „Brandenburg“ einen Marinearzt auf, den sie kurz nach 20 Uhr auf dem Frachtschiff absetzte. Gegen 20.30 Uhr wurden Arzt und Patient vom Hubschrauber aufgewinscht und zum Festland geflogen.
Die 88 Meter lange „Lady Ariane“ befand sich auf dem Weg von den Niederlanden nach Dänemark. Der Arzt wurde noch in der Nacht vom Hubschrauber zu seiner Fregatte zurückgeflogen.


*abbergen: seem. für „von einem Schiff in Sicherheit bringen“