Nachteinsatz der Seenotretter für erkrankten Seemann auf Schweden-Fähre

Die Seenotretter der Station Warnemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht (3. März 2026) einen schwer erkrankten Seemann von der schwedischen RoRo-Fähre „Skane“ geholt. Der Mann (61) musste zur medizinischen Behandlung dringend in ein Krankenhaus gebracht werden.
 

Ein Seenotrettungskreuzer prescht durch die Ostsee

Der Seenotrettungskreuzer ARKONA war in der Nacht für einen schwer erkrankten Seemann im Einsatz (Foto: Alexander Krüger)

Der Kapitän der Fähre hatte sich gegen 1.30 Uhr bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen gemeldet. Die RoRo-Fähre befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg von Rostock nach Trelleborg (Schweden). Ein schwerer medizinischer Notfall machte den dringenden Transport eines Seemanns ins Krankenhaus erforderlich. 

Die Rettungsleitstelle See alarmierte den Seenotrettungskreuzer ARKONA und forderte zusätzliche medizinische Unterstützung an. Ein Notarzt sowie zwei Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr Rostock begleiteten die Seenotretter. Der Kapitän der „Skane“ drehte um, so dass die Fähre den Seenotrettern unter Höchstgeschwindigkeit entgegenlief. 

Rund viereinhalb Seemeilen (acht Kilometer) vor Warnemünde stieg der Notarzt über die Lotsenleiter vom Seenotrettungskreuzer auf die Fähre über. Nachdem er die Transportfähigkeit des Patienten festgestellt hatte, übernahmen ihn die Seenotretter gegen kurz vor 3 Uhr von der „Skane“. 

Die Übergabe des Patienten von der 200 Meter langen „Skane“ an den 28 Meter langen Seenotrettungskreuzer verlief nicht zuletzt aufgrund sehr ruhiger See in mondheller Nacht problemlos.
Notarzt und Notfallsanitäter betreuten den Mann an Bord der ARKONA. Um ca. 3.30 Uhr wurde er in Rostock an einen Rettungswagen zum Transport ins Krankenhaus übergeben.

Die Fähre setzte ihren Weg nach Trelleborg nach der Übergabe des Seemanns fort.

 

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ein Seenotrettungskreuzers geht bei einem Kreuzfahrtschiff in der Dunkelheit längsseits. Zur Seite: Nächtlicher medizinischer Notfall

Der Transport der Patientin in eine Spezialklinik war nur durch Hilfe der Seenotretter möglich.

Zur Seite: Kiter aus dem Eis gerettet

Aus dem Eis haben die Seenotretter der Station Großenbrode der DGzRS einen eingebrochenen Kitesurfer gerettet. Der Mann hatte im offenen Bereich des Großenbroder Binnensees, wo der Seenotrettungskreuzer BREMEN stationiert ist, gesurft, war dann aber ins Eis geraten, aus dem er sich nicht befreien konnte.

Ein Seenotrettungskreuzer fährt an einem stürmischen Tag durch die aufgewühlte Nordsee. . Zur Seite: Wassereinbruch auf Traditionsschiff: Seenotretter und Mehrzweckschiff befreien Segler aus Gefahr

Ein Traditionsschiff ist am Samstagmittag, 31. Januar 2026, auf dem Leitdamm vor Cuxhaven festgekommen. Als einige Stunden später Wasser in den 30 Meter langen Schoner eindrang, rettete die Besatzung des Mehrzweckschiffes „Neuwerk“ vier Segler und einen Hund von Bord. Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER sicherte den Einsatz ab.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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