Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Die Seenotretter der Station Grömitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben gestern, Donnerstag, 26. März 2026, die Rettungsaktion für einen etwa zwölf Meter langen, gestrandeten Buckelwal vor Niendorf/Ostsee unterstützt. In der Nacht schwamm das Tier in tieferes Wasser.

Der Rücken eines Wals ist im Wasser sichtbar, im Hingergrund ein Seenotrettungskreuzer

Während der Wal noch am Strand vor Niendorf festlag, sicherte der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND die Rettungsarbeiten ab. Foto: Alexander Krüger

Bereits am Montag (23.3.) war das offenbar verirrte Tier, dessen natürliches Revier der Atlantik ist, vor Niendorf/Ostsee festgekommen. Die zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitete die Rettungsaktion mit der Unterstützung zahlreicher Behörden und Organisationen vor Ort. Bagger gruben eine Rinne, durch die sich das Tier aus dem Flachwasserbereich in der Nacht auf Freitag in tieferes Wasser freischwimmen konnte. 

Im Rahmen der Amtshilfe war die DGzRS angefragt worden, ob es möglich sei, die Rettungsbemühungen für den gestrandeten Wal zu unterstützen. Da vor Ort viele kleinere Boote im Einsatz waren, diente die Anwesenheit des Seenotkreuzers vor allem auch der Sicherheit der im Einsatz befindlichen Besatzungen.

Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND war während der Baggerarbeiten auch vor Ort, um im Falle des Aufschwimmens die Schiffe und Boote vor Ort zu koordinieren, die im Geleitzug dafür sorgen sollten, dass der Wal nicht zurück in den Flachwasserbereich geriet. An Bord war eine Mitarbeiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), selbst freiwillige Seenotretterin auf der Station Büsum der DGzRS, die die Baggerarbeiten von Bord der FELIX SAND aus koordinierte. Das ITAW stand der Gemeinde während der gesamten Rettungsaktion beratend zur Seite.

Ab dem frühen Abend bis nach Mitternacht waren für die Ostsee zunehmende Wasserstände um etwa 40 Zentimeter vorausgesagt worden. In der Nacht gelang es dem Wal, sich freizuschwimmen. 
 

In der in Teilbereichen flachen Lübecker Bucht besteht für das Tier allerdings weiterhin die Gefahr, erneut zu stranden.
 

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