Seenotretter und Feuerwehr retten im Kreideschlamm eingesunkene Wanderer von Steilküste

Die Seenotretter der Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben gestern, Sonntag, 29. März 2026, gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz einen Mann und eine Frau vom Strand unterhalb der Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund gerettet. Die beiden waren im Kreideschlamm eingesunken, hatten sich jedoch verletzt befreien können. Sie wurden mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE an Land gebracht.

Am Rand zu erkennen: Ein Seenotrettungsboot. Im Hintergrund die Steilküste von Rügen, davor das Meer

Vom Tochterboot NOTARIUS aus paddelten Seenotretter und Feuerwehr an die Steilküste

Die Meldung über zwei verletzte Personen am Strand unterhalb der Kreidefelsen erreichte die Seenotretter kurz vor 18.30 Uhr. Personell unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz liefen die Seenotretter kurz darauf mit dem schnellen Tochterboot NOTARIUS des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE aus – mit an Bord: ein kleines Schlauchboot, da die steinige Küste unterhalb der Kreidefelsen erfahrungsgemäß unter Motor nicht erreichbar ist.

Zeitgleich hatten sich Kräfte der Feuerwehr auch auf dem Landweg auf den Weg zum Unfallort gemacht. Im Bereich Fahrnitzer Ufer paddelten ein Seenotretter und ein Feuerwehrmann per Schlauchboot an Land. 

Der Mann (38) aus Hamburg und die Frau (34) aus Berlin hatten sich inzwischen aus dem Kreideschlamm befreien können. Die beiden waren jedoch verletzt und unterkühlt. Nach einer Erstversorgung am Strand wurden die beiden per Schlauchboot auf die NOTARIUS gebracht, die unter Höchstgeschwindigkeit das 5,4 Seemeilen (etwa zehn Kilometer) entfernte Sassnitz anlief. Dort wurden die beiden Verletzten an zwei bereits wartende Rettungswagen übergeben.

Die lange Frostperiode des Winters hat in den Kreidefelsen zu starken Abbrüchen geführt, die an der Küste zum Teil tiefen Kreideschlamm bilden. Spaziergänge sind deshalb mit nicht unerheblichen Gefahren verbunden, Rettungsaktionen sind herausfordernd. Der Nationalpark Jasmund empfiehlt Besuchern deshalb dringend, oberhalb des Ufers auf dem markierten Hochuferweg zu bleiben.

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Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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