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12.06.2017

Erster Einsatz für die ANNELIESE KRAMER: Seenotretter kommen Boot mit Motorausfall bei Neuwerk zu Hilfe

Schleswiger Seenotretter zeitgleich auf der Schlei im Einsatz

Der erst zwei Tage zuvor getaufte Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER/Station Cuxhaven kommt dem Motorboot „Emanuel Bronner“ zu Hilfe.

Cuxhaven. Nur zwei Tage nach seiner Taufe und Indienststellung auf der Station Cuxhaven ist der neue Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER zum ersten Mal im Einsatz gewesen. Am Montagnachmittag, 12. Juni 2017, kam die modernste Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vor Neuwerk einem Motorboot in der Elbmündung zu Hilfe.

Nach Ausfall beider Maschinen meldete sich die Besatzung der „Emanuel Bronner“ bei den Seenotrettern. Das etwa elf Meter lange Boot ankerte mit fünf Menschen an Bord nahe der Tonne 19 in der Elbmündung.

Die ANNELIESE KRAMER machte sich umgehend auf den Weg zum Havaristen. Vor Ort nahm das Tochterboot MATHIAS das Motorboot in Schlepp. Der Seenotrettungskreuzer selbst begleitete den kleinen Schleppverband sicher nach Cuxhaven. „Unser neues Schiff hat sich bei seinem ersten Einsatz hervorragend bewährt“, sagte Vormann Hanno Renner.

Die ANNELIESE KRAMER war am Samstag, 10. Juni 2017, von Schauspielerin Birge Schade im Cuxhavener Fährhafen getauft worden. Der Vorgänger HERMANN HELMS hat am 12. Juni 2017 nach 32 Einsatzjahren seine angestammte Station verlassen. Die DGzRS wird ihn verkaufen. Cuxhaven gehört mit jährlich 80 bis 100 Alarmierungen zu den einsatzreichsten Stationen der Seenotretter.

Schleswig. Zur gleichen Zeit, ebenfalls am Montagnachmittag, 12. Juni 2017, war das Seenotrettungsboot WALTER MERZ/Station Schleswig im Einsatz für ein Segelboot auf der Schlei. Es war an der Missunder Enge auf Legerwall in eine gefährliche Situation geraten.

An Bord befanden sich zwei ältere Männer, die ihr etwa sieben Meter langes Boot nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnten. Sie hatten Anker geworfen und Seenotsignalraketen gezündet. Die Wasserschutzpolizei informierte daraufhin die Seenotretter. Ein Seenotretter stieg auf das Segelboot über, um die erschöpfte Besatzung zu unterstützen. Die WALTER MERZ schleppte das Boot sicher nach Missunde.

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