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12.12.2016

Einer der vermutlich letzten Einsätze der derzeitigen BERLIN

In wenigen Wochen ist es soweit: Der Seenotrettungskreuzer BERLIN wird nach fast 32 Dienstjahren auf der Station Laboe durch einen Neubau gleichen Namens ersetzt. Wenige Tage vor der Taufe des Nachfolgers sind die Laboer Seenotretter in einem der vermutlich letzten Einsätze der derzeitigen BERLIN am Sonntagnachmittag, 11. Dezember 2016, einem manövrierunfähigen Fischkutter zu Hilfe gekommen.

Noch bis voraussichtlich Mitte Januar 2017 auf Station: der Seenotrettungskreuzer BERLIN. Archiv-Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Aufgrund eines Maschinenschadens trieb der 14 Meter lange Kutter mit zwei Fischern an Bord manövrierunfähig auf der Kieler Förde vor Laboe. Die Seenotretter setzten sofort nach der Alarmierung das Tochterboot STEPPKE aus. Beim Havaristen angekommen, stellten sie bei südwestlichen Winden der Stärke 3 bis 4 (bis zu 28 km/h) und einem halben bis einem Meter Seegang routiniert eine Leinenverbindung her. Anschließend brachten die Seenotretter den Kutter in den Hafen von Möltenort.

Voraussichtlich Mitte Januar 2017 wird der modernste Seenotrettungskreuzer der DGzRS – die neue BERLIN – die derzeitige BERLIN nach fast 32 Dienstjahren in dem anspruchsvollen Revier einer der einsatzreichsten Stationen der DGzRS ablösen. Das Spezialschiff war 1985 als Typschiff der 27,5-Meter-Klasse in Anwesenheit des Bundespräsidenten und ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Richard von Weizsäcker, getauft worden. In seinem letzten Jahr auf Station haben die Seenotretter aus Laboe mit dem Seenotrettungskreuzer bei mehr als 110 Einsätzen rund 35 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit.

Die neue BERLIN wird am kommenden Samstag, 17. Dezember 2016, mitten in Bremen getauft. Am Anleger der Seenotretter in der Neustadt, vis-à-vis zum Schnoorviertel, erhält der modernste deutsche Seenotrettungskreuzer den Namen BERLIN. In der DGzRS-Zentrale an der Werderstraße 2 gibt es ab 15 Uhr ein buntes Programm mit Open-Ship, Musik, Führungen und Filmen. Zu essen gibt es – ganz passend – Backfisch und Currywurst. Für Getränke ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.