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30.09.2019

Arbeitsreicher Tag für Schleswiger Seenotretter

Die „Regatta um das Blaue Band der Schlei“ hat den Schleswiger Seenotrettern am Samstag, 28. September 2019, einen arbeitsreichen Tag bereitet. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes WALTER MERZ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kam den jeweils zweiköpfigen Besatzungen zweier gekenterter Segelboote zu Hilfe. Alle vier Segler erreichten wohlbehalten das Ufer. Unterstützt wurden die Seenotretter bei diesem Einsatz von den freiwilligen Feuerwehren aus Borgwedel, Fahrdorf und Schleswig.

Das Seenotrettungsboot WALTER MERZ nähert sich zwei Seglern, deren Jollenkreuzer in der Großen Breite auf der Schlei gekentert ist. Foto: Feuerwehr Fahrdorf

Rund 35 Boote segelten die vom Schlei-Segel-Club Schleswig ausgerichtete Regatta. Bei Südwestwind um sechs Beaufort, in Böen stärker, waren die Seenotretter frühzeitig auf Kontrollfahrt gegangen, um notfalls direkt eingreifen zu können.

Gegen Mittag informierte ein Boot aus dem Regattafeld die WALTER MERZ über einen gekenterten Jollenkreuzer in der Großen Breite. Schnell bekamen die Seenotretter den Unglücksort in Sicht. „Ein Luftsack im Mast hielt das Segel auf der Wasseroberfläche. Dem etwa 60-jährigen Mann war es gelungen, sich im Boot zu halten, seine etwas jüngere Lebensgefährtin trieb am Heck im Wasser“, berichtet Ingo Hartmann, Bootsführer der WALTER MERZ.

Die Seenotretter nahmen die Frau an Bord und versorgten sie mit trockener Kleidung. „Ihr war sehr kalt, aber sie war insgesamt in guter Verfassung“, berichtet Ingo Hartmann. Die Crew der WALTER MERZ richtete den Jollenkreuzer wieder auf. Das Seenotrettungsboot nahm den Havaristen in Schlepp.

Wenig später waren die Seenotretter unweit davon für zwei Segler dieser gekenterten H-Jolle im Einsatz. Foto: Feuerwehr Schleswig

Unterdessen erreichte die Seenotretter eine zweite Alarmierung. Unweit ihrer Position war eine H-Jolle ebenfalls gekentert. Ihre beiden etwa 60-jährigen Segler hatten sich auf den Havaristen retten können. Die Seenotretter überzeugten sich davon, dass die Segler wohlauf waren. Um zunächst die beiden Geretteten des ersten Einsatzes sicher an Land zu bringen, baten sie die Feuerwehr Borgwedel, mit ihrem Boot standby zu bleiben. Feuerwehrboote aus Fahrdorf und Schleswig kamen zur Unterstützung hinzu.

Die WALTER MERZ übergaben die Geretteten des ersten Einsatzes in Missunde an Segelkollegen. Wenig später kehrte sie zum zweiten Havaristen zurück. Die Seenotretter richteten auch die H-Jolle wieder auf und schleppten sie samt ihrer Besatzung sicher nach Borgwedel.

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