Verein löst sich auf – Seenotretter erhalten Teil des Vermögens

Nach mehr als 45 Jahren ist Schluss: Die Interessengemeinschaft Mobilheimplatz Sütel hat sich aufgelöst. Grund für das Ende war vor allem fehlender Nachwuchs. Ein Teil der verbliebenden Rücklagen ging an die DGzRS.

Schluss nach 45 schönen Jahren: Interessengemeinschaft Mobilheimplatz Sütel bedenkt mit Restvermögen satzungsgemäß auch die DGzRS

Rainer Baumert (M.) übergibt Vormann Heiko Döring (r.) und Seenotretter Uwe Wunram eine Spende über 2.000 Euro. 

1980 hatten sich Wohnmobilisten auf dem Campingplatz Sütel an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste unweit der Fehmarnsundbrücke zusammengeschlossen. Ziel war es, gemeinsame Interessen zu vertreten und das Miteinander zu organisieren. In ihren besten Zeiten zählte die Gemeinschaft mehr als 100 Mitglieder. Auch Rainer und Jennifer Baumert gehörten dazu. Seit 2012 hat das Ehepaar in der kleinen Gemeinde einen Stellplatz gepachtet und verbringt mehrere Monate im Jahr vor Ort – meist von Mai bis Oktober. „Ein Freund hatte uns davon erzählt“, sagt er. 

Rainer Baumert engagierte sich im Verein bis zuletzt als stellvertretender Vorsitzender. Doch in jüngster Zeit schrumpfte die Mitgliederzahl kontinuierlich, gleichzeitig stieg das Durchschnittsalter. Schließlich fand sich niemand mehr, der bereit war, die ehrenamtliche Vorstandsarbeit zu übernehmen. „Da blieb uns am Ende nichts anderes übrig, als die Interessengemeinschaft aufzulösen“, sagt der 81-Jährige mit leichter Wehmut in der Stimme. 

Bereits bei der Gründung hatten die Mitglieder an diesen Fall gedacht: In der Satzung legten sie fest, dass das Restvermögen dann zu gleichen Teilen an die DGzRS und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gehen sollte. Am 16. Juni überreichte Rainer Baumert daher 2.000 der insgesamt 4.000 Euro an die Seenotretter der nahegelegenen Station Großenbrode. „Sie übernehmen eine lebensrettende Aufgabe, die sie mit großem Engagement erfüllen“, sagte er bei der Übergabe an Bord des Seenotrettungskreuzers BREMEN. Es sei daher „eine gute und vorausschauende Entscheidung“ der Gründer gewesen, die verbliebenden Rücklagen für diesen gemeinnützigen Zweck vorzusehen.

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Zur Seite: Pfund, Dollar oder Kronen, die sich für Seenotretter lohnen

Jeveraner sammelt Münzen und Scheine aus aller Welt und tauscht sie zugunsten der DGzRS in Euro um.

Zwei Personen stehen auf einer grasbewachsenen Fläche an der Nordseeküste und halten gemeinsam ein Sammelschiffchen der Seenotretter in den Händen. Im Hintergrund befindet sich ein auf Stelzen gebautes Gebäude mit der Aufschrift „Toiletten“, dahinter sind Wattlandschaft und Meer zu sehen. Der Himmel ist überwiegend bewölkt, und ein einfacher Zaun sowie Holzpfähle strukturieren das Gelände. Die Personen tragen wetterfeste Kleidung; eine Person steht barfuß im Gras.. Zur Seite: Friesin mit großem Herz für Watt und Seenotretter

Wer mit Wattführerin Sesle Jacobs vor der Küste, den Halligen und den Inseln Nordfrieslands unterwegs ist, lernt viel über den einmaligen Naturraum zwischen Deich und offener See. Und wer für küstennahe Wanderungen keine geeigneten Schuhe hat, kann sich bei ihr Gummistiefel leihen – kostenlos, aber Jacobs bittet ihre Gäste um eine Spende ins Sammelschiffchen.

Innenaufnahme einer gemütlichen Lounge oder Bar auf einem Schiff: Mehrere sitzende Gäste verfolgen einen Vortrag. Im vorderen Bereich stehen zwei Personen in roten Poloshirts; eine Person spricht in ein Mikrofon. Hinter ihnen befindet sich eine beleuchtete Bar mit Gläsern und Flaschen sowie eine Servicekraft. Links ist ein Bildschirm mit einer Präsentationsfolie und einem Foto zu sehen. Die Einrichtung ist geprägt von warmem Holz, goldenen Spiegeldecken und gedämpfter Beleuchtung.. Zur Seite: Spendable Passagiere auf Flusskreuzfahrtschiffen

Groningen, Leer und Papenburg gehören zu den Orten in der Ems-Dollart-Region, die regelmäßig von Flusskreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Das Bordprogramm ist vielfältig – gelegentlich gehört auch ein Vortrag über die Seenotretter dazu.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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