Simon Albertsen (l.) überreicht im Meldorfer Hafen dem DGzRS-Ehrenamtlichen Yves Weis das Sammelschiffchen mit der Spende.
Die sieben Männer kennen sich schon fast ihr ganzes Leben – sie sind Sandkastenfreunde. Einige von ihnen sind im niedersächsischen Laatzen gemeinsam in den Kindergarten gegangen, andere sind später zur eingeschworenen Gruppe hinzugestoßen. Als Erwachsene trennen sich langsam ihre Wege, nach und nach verlassen sie ihren Heimatort. Dennoch halten sie bis heute Kontakt und sehen sich regelmäßig. Beim jüngsten Treffen vom 29. bis 31. Mai fehlt jedoch einer: Torben Brandt, von allen „Dibbel“ genannt. Er ist im Herbst 2025 im Alter von Anfang 50 an Krebs gestorben.
„Dibbel war ein begeisterter Angler“, erinnert sich Simon Albertsen. Viele Stunden im Jahr verbrachte sein Freund mit Boot, Pose und Köder auf der Ostsee, im Urlaub reiste er immer zum Hochseeangeln nach Norwegen. „Dabei erlebte er manch gefährliche Situation, benötigte aber glücklicherweise nie die Hilfe der Seenotretter“, weiß Albertsen, heute Stadtmanager Meldorfs. Trotzdem schätzte Torben Brandt deren Arbeit sehr: „Gerade, weil er als ehemaliger Marinesoldat auf einem Schnellboot die Seefahrt auch aus einer professionellen Perspektive kannte.“
Für seine Freunde steht deshalb fest: Sie legen ganz in seinem Sinne Geld für die DGzRS zusammen und verzichten auf einen Kranz für die Seebestattung. Das mit 255 Euro gefüllte Sammelschiffchen überreicht Simon Albertsen am 16. Juni passend im Meldorfer Hafen an den DGzRS-Ehrenamtlichen Yves Weis aus dem südlich der Stadt gelegenen Elpersbüttel.
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