Maritime Klänge als Dank für jede Spende

Nach 90 Lebensjahren besitzt Joachim Kriesten alles, was er braucht, um glücklich zu sein. Zu seinem runden Geburtstag hat er deshalb nicht um Geschenke gebeten, sondern um Spenden für die Seenotretter.

Eine Person steht im Foyer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger neben einer Schaufensterpuppe, welche in roter Seenotretter-Schutzausrüstung mit Helm, Schutzbrille und Gehörschutz gekleidet ist. Die Person hält eine große Holzkiste verziert mit dem Firmenlogo und dem Seenotretter-Sammelschiffchen. Im Hintergrund sind in Vitrinen mit unterschiedlichen Modellen von Seenotrettungskreuzern und -booten zu sehen. Durch die Fenster fällt Tageslicht, draußen sind Bäume und Gebäude erkennbar.

Mit einer eigens gebauten Musikbox hat Förderer Joachim Kriesten auf seiner Geburtstagsfeier Spenden für die Seenotretter gesammelt. Die gefüllte Kiste bringt der 90-Jährige persönlich in die DGzRS-Zentrale.

Als ein Gast seinen Umschlag durch den Schlitz in die selbst gebaute Holzkiste steckt, erklingt unvermittelt das Lied „Eine Seefahrt, die ist lustig“. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Hinter ihm warten schon weitere Männer und Frauen. Auch sie möchten ein Kuvert in die besondere Musikbox werfen und hören, welches maritime Stück anschließend erklingt. „Die Kiste habe ich gemeinsam mit meinem Sohn gebaut“, sagt Joachim Kriesten, den alle nur Jochen nennen. „Wolfgang hat als Elektroingenieur die Lichtschranke, die Musikanlage und das Signallicht installiert. Den Rest habe ich übernommen.“ 

Den tönenden Kasten hat Joachim Kriesten am 16. Mai bei seiner Feier anlässlich seines 90. Geburtstags im Lilienthaler Restaurant „Boccia“ aufgestellt. Darin sammelt der Bremer an diesem Tag Geld für die Seenotretter: „Meine Bude ist schon voll. Ich habe alles, was ich brauche“, begründet er seine Entscheidung, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen um eine Spende zu bitten. Und möglicherweise ist es auch der besondere Behälter, der seine 53 Gäste motiviert, insgesamt mehr als 1.800 Euro hineinzuwerfen. 

Joachim Kriesten ist seit vielen Jahren regelmäßiger Förderer der Seenotretter: „Die DGzRS ist eine Bremer Institution, die ich als Bremer natürlich unterstütze. Zumal sich die Besatzungen selbst in Gefahr begeben, um andere Menschen zu retten. Davor habe ich großen Respekt.“ Seit 1961 wohnt der gebürtige Schlesier in der Hansestadt. Der von den Nazis entfesselte Zweite Weltkrieg hatte ihn zunächst ins niedersächsische Harpstedt getrieben, später baute er sich in Bremen ein Leben mit Familie, Haus und Garten auf – zu diesem gehören für ihn auch die Seenotretter.

Sie feiern einen runden Geburtstag, Hochzeitstag oder ein Firmenjubiläum? Und möchten statt Geschenken zu einer Spende aufrufen?

Ihre Ansprechpartner und weitere Informationen zum Thema Anlassspenden finden Sie hier. Natürlich können Sie einen Spendenaufruf auch online starten oder auf Facebook eine Geburtstagsspendenaktion zu unseren Gunsten anlegen.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Eine Frau und zwei Männer halten einen symbolischen großen Spendenscheck in Händen und schauen in die Kamera. Zur Seite: Krimi-Lesung ruft Spende auf den Plan

DGzRS-Botschafter Klaus-Peter Wolf liest im Landkreis Hildesheim und nimmt 250 Euro für die Seenotretter mit nach Hause.

Zwei Personen in Zivilkleidung und zusätzlich ausgestattet mit gelber Warnweste und weißen Schutzhelmen stehen auf einem Gerüst innerhalb einer Werfthalle. Beide halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 1.010 Euro vor sich. Im Hintergrund sind eine Gerüstkonstruktionen und Teile eines Seenotrettungskreuzers zu sehen.. Zur Seite: Schon bei der Gründung die Seenotretter im Blick

Restliches Vereinsvermögen der Hochsee-Segler-Gemeinschaft (HSG) Bünde geht laut festgelegter Satzung aus 1984 an DGzRS.

Vier Personen stehen im Steuerhaus eines historischen Schiffes. Zwei Personen halten ein Seenotretter-Sammelschiffchen vor sich, die zweite Person von links hingegen hält eine Art Dokument in die Kamera. Im Hintergrund sind Schiffsfenster, nautische Instrumente und das Steuerrad zu sehen.. Zur Seite: Aus vielen Cent werden 1.000 Euro für die Seenotretter

Prall gefülltes Sammelschiffchen zeugt davon, dass viele kleine Beiträge Großes bewirken können.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.