Marinekameradschaft spendet zum Abschied 1.000 Euro

Nachwuchsmangel hat das Aus für die Marinekameradschaft Bebra 1924 und Umgebung besiegelt. Nach einem Jahrhundert Vereinsgeschichte lösten die Mitglieder den Zusammenschluss auf. Mit dem verbliebenen Vermögen unterstützten sie die Seenotretter und das Elisabeth-Hospiz in Rotenburg an der Fulda.

Sieben Personen stehen an Deck eines Seenotrettungskreuzers, der in einem Hafen liegt. Die beiden mittig Stehenden präsentieren einen symbolischen Spendenscheck, während der Seenotretter rechts davon ein Sammelschiffchen in die Kamera hält. Im Hintergrund sind Hafenanlagen, Wohngebäude und ein wolkenloser blauer Himmel zu sehen.
Bei der Spendenübergabe in Maasholm: DGzRS-Mitarbeiter Christian Koprek-Bremer (l.), Ernst Schmiedl (2. v. l.) und Matthias Mohr (M.) von der Marinekameradschaft Bebra, Vormann Dirk Höper (3. v. r.) sowie die Seenotretter Dirk Petersen (3. v. l.), Andreas Dose (2. v. r.) und Georg Mateo Hammer

Mehr als zwei Jahrzehnte stand Matthias Mohr an der Spitze der Marinekameradschaft im hessischen Bebra südlich von Kassel. Als er vor zwei Jahren nicht erneut für den Vorsitz kandidierte, fand sich unter den zuletzt 32 Mitgliedern niemand, der ihm nachfolgen wollte. Auch die übrigen Vorstandsämter konnten nicht neu besetzt werden. Daher beschlossen die Mitglieder im Jubiläumsjahr 2024, die Marinekameradschaft aufzulösen – genau 100 Jahre nach ihrer Gründung. Mohr bezeichnet das Ende als bedauerlich, aber absehbar. Der Vorstand und auch der Verein selbst waren laut dem 67-Jährigen überaltert. 

Mit dem Ende der Marinekameradschaft geht auch ein Angebot verloren, das viele Kinder und Jugendliche aus der Region über Jahre begleitet hat. Regelmäßig veranstalteten die Vereinsmitglieder Schlauchbootfahrten, bei denen Teamgeist und Zusammenhalt vermittelt wurden. Eine Schulklasse drückte es im Anschluss einmal so aus: „Wir haben gelernt, dass wir nur gemeinsam stark sind, allein schaffen wir es nicht.“ 

Ihren letzten offiziellen Termin absolvierten Matthias Mohr und sein Vorstandskollege Ernst Schmiedl am 29. Juli in Maasholm. Auf der dortigen DGzRS-Station übergaben sie 500 Euro an die Besatzung des Seenotrettungskreuzers FRITZ KNACK. Die andere gerundete Hälfte des letzten Kassenbestandes hatte zuvor das Elisabeth-Hospiz in Rotenburg an der Fulda erhalten. „Wir haben uns bewusst für die Seenotretter entschieden, weil wir alle selbst zur See gefahren sind und daher wissen, wie unverzichtbar die DGzRS ist“, sagte Mohr an Bord.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?

Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Blick auf ein Holzregal, das auf einem Gehweg vor einer Mauer steht und als Straßenverkaufsstand dient. Auf diesem sind handbeschriftete Waren ausgestellt sowie auf einem Karton ein Spendenhinweis für die Seenotretter, welcher mit Sammelschiffchen und Hansekreuz-Logo beklebt ist. Vor dem Regal stehen zwei schwarze Eimer mit Blumensträußen darin, die ebenfalls zum Kauf angeboten werden.. Zur Seite: Gepflückt, gebunden und geerntet – alles für die DGzRS

Mit Blumensträußen und Gurken aus dem eigenen Garten sammelt neunjähriger Schüler über 150 Euro.

Zur Seite: Schultüte mit Schere, Stift und Spende

Nachdem der sechsjährige Linus Peuckert im Jahrbuch eine Seenotretter-Schultüte entdeckt hatte, stand für ihn fest: So eine möchte er auch haben.

Drei Personen stehen an Bord eines Seenotrettungsbootes, das in einem kleinen Hafen liegt.  Die außenstehenden Personen tragen rote Seenotretter-Dienstkleidung. Gemeinsam halten sie einen symbolischen Spendenscheck in die Kamera. Im Hintergrund sind ein ruhiges Gewässer, Schilf, Bäume und weitere Boote unter blauem Himmel mit lockeren Wolken zu sehen.  . Zur Seite: Tut gleich doppelt gut

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Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

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