Aquarelle auf See bringen 500 Euro für die Seenotretter

Während des jüngsten Törns des „Klassenzimmers unter Segeln“ (KUS) mit dem Traditionssegler „Thor Heyerdahl“ hat Dr. Klaus Wittmaack selbst gemalte maritime Aquarelle versteigert. Den Erlös in Höhe von 500 Euro spendete der Bordarzt an die Seenotretter. Das Universitätsprojekt begleitet er seit drei Jahren.

Person auf dem Deck eines Segelschiffs hält ein Blatt Papier mit einem Aquarellbild eines Segelboots auf blauem Meer und gelb-blauem Himmel in die Kamera; im Hintergrund stehen mehrere weitere Personen neben Masten und Tauwerk unter klarem, blauem Himmel.

Schülerin Lena mit einem ersteigerten Aquarell des Bordarztes Dr. Klaus Wittmaack auf der „Thor Heyerdahl“

Foto: „Klassenzimmer unter Segeln“

Jeden Oktober läuft die „Thor Heyerdahl“ mit dem Bildungs- und Forschungsprojekt KUS der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg von ihrem Heimathafen Kiel in die Karibik aus. Ende April kehrt der Dreimaster zurück. Seit 2023 ist Dr. Klaus Wittmaack auf den Nordatlantik-Etappen für mehr als zwei Monate als Bordarzt dabei. Zuvor arbeitete er bis zu seinem Ruhestand als Anästhesist und Schmerztherapeut in Neumünster. Zuletzt leitete der Mediziner die Palliativstation des Friedrich-Ebert-Krankenhauses.

An Bord ist Dr. Klaus Wittmaack für die medizinische Betreuung der rund 50 Besatzungsmitglieder verantwortlich. In seiner Freizeit widmet sich der Mediziner auch dort seinem Hobby: Er malt maritime Motive in Aquarelltechnik. Sein Wissen gibt er in Workshops an die mitreisenden Schülerinnen und Schüler weiter. Zunehmend beteiligen sich daran auch Mitglieder der Stammbesatzung, die unter anderem ihren Lieblingssegler auf Leinwänden festhalten.

Für eine besondere Aktion stiftete Dr. Klaus Wittmaack auf dem jüngsten Törn einige seiner Bilder. Anlass war das traditionelle „Besanschot an“, das auf der „Thor Heyerdahl“ nach dem wöchentlichen Großreinemachen an Samstagen zelebriert wird. Dieses Kommando markiert auf Großseglern den Abschluss eines Manövers. Während es früher danach eine zusätzliche Rum- oder Schnapsration gab, erhalten heute alle auf dem Dreimaster ein Glas mit Saft – ein seltener Genuss an Bord.

Begleitend dazu findet immer eine „Lost-and-Found-Auktion“ statt. Dabei kommen oft auch Dr. Wittmaacks Aquarelle unter den Hammer. Bei der Versteigerung bieten stets alle fleißig mit, was auf der jüngsten Reise zu einem Erlös von mehr als 500 Euro geführt hat. Das Geld spendete der Mediziner an die Seenotretter, deren Arbeit er als langjähriger Förderer unterstützt und sehr schätzt.

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Das Bildungsprojekt „Klassenzimmer unter Segeln“ (KUS) richtet sich an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der 10. oder 11. Klasse. Sie verbringen rund sechseinhalb Monate an Bord des Traditionsseglers „Thor Heyerdahl“ und arbeiten aktiv im Schiffsbetrieb mit. Ergänzt wird der Unterricht mit mehrwöchigen Aufenthalten an Land, bei denen die Schülerinnen und Schüler fremde Länder und Kulturen kennenlernen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Innenaufnahme einer gemütlichen Lounge oder Bar auf einem Schiff: Mehrere sitzende Gäste verfolgen einen Vortrag. Im vorderen Bereich stehen zwei Personen in roten Poloshirts; eine Person spricht in ein Mikrofon. Hinter ihnen befindet sich eine beleuchtete Bar mit Gläsern und Flaschen sowie eine Servicekraft. Links ist ein Bildschirm mit einer Präsentationsfolie und einem Foto zu sehen. Die Einrichtung ist geprägt von warmem Holz, goldenen Spiegeldecken und gedämpfter Beleuchtung.. Zur Seite: Spendable Passagiere auf Flusskreuzfahrtschiffen

Groningen, Leer und Papenburg gehören zu den Orten in der Ems-Dollart-Region, die regelmäßig von Flusskreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Das Bordprogramm ist vielfältig – gelegentlich gehört auch ein Vortrag über die Seenotretter dazu.

Eine Frau, ein Mann und ein Mädchen hocken um eine Kiste herum. Darin ist eine größere Summe Geld zu sehen, die als Spende für die DGzRS gedacht ist. Zur Seite: Husumer Schatzkiste mit Rekord-Inhalt

Gäste des Schifffahrtsmuseums Nordfriesland füllen erneut Seemannskiste zugunsten der Seenotretter – mit Rekordsumme.

Drei Personen stehen auf einem Kai vor einem rot-weiß gestrichenen Schiff, einem Seenotrettungskreuzer der DGzRS, mit dem Namen „Arkona“. Hinter ihnen sind mehrere rechteckige Fenster und Aufbauten des Schiffes mit Scheinwerfern und Antennen zu sehen. Eine der Personen hält ein Sammelschiffchen, in Form eines kleinen Bootes in den Händen. Im Vordergrund befinden sich Poller, Seile und ein gelber Randstreifen am Kai, während im Hintergrund blauer Himmel und weitere Hafenstrukturen sichtbar sind.. Zur Seite: Grand-Banks-Eigner sammelt vierstelligen Betrag für die Seenotretter

Zu seinem 70. Geburtstag hat Motoryacht-Eigner Markus Gehrlein auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für die DGzRS gebeten. Mit großem Erfolg: 2.350 Euro kamen insgesamt zusammen.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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