Nach einem Brand auf Trischen haben die Seenotretter den Vogelwart der kleinen Nordseeinsel in der Meldorfer Bucht in Sicherheit gebracht. Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettete den 33-Jährigen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung am späten Mittwochabend, 8. Juli 2026, an der Nordspitze der Insel. Ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger brachte Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung nach Trischen.
Mit dem Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM nähern sich die Seenotretter der kleinen Insel Trischen. Die Hütte des Vogelwarts steht lichterloh in Flammen. Im Fenster spiegeln sich weitere Brückenfenster der THEODOR STORM mit dem Sonnenuntergang über der Nordsee.
Gegen 22.20 Uhr erhielten die Seenotretter die Meldung, dass die Hütte des Vogelwartes, des einzigen Bewohners der Insel Trischen, in Brand geraten ist. Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte den Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der DGzRS-Station Büsum.
Die Seenotretter nahmen Kurs auf die etwa sieben Seemeilen (rund zwölf Kilometer) entfernte Insel. Bereits auf See war Feuerschein weithin sichtbar. Die Hütte des Vogelwarts stand lichterloh in Flammen. Der Ornithologe hatte sich bereits an die Nordspitze Trischens geflüchtet. Dort stand er nur leicht bekleidet im Wasser. Mit seinem Handy hielt er Kontakt zu den Seenotrettern.
Die THEODOR STORM setzte ihr besonders flachgehendes Arbeitsboot NIS PUK aus. Mit ihm brachten die Seenotretter den Vogelwart an Bord des Seenotrettungskreuzers. Die medizinische Erstversorgung ergab einen Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Die Seenotretter bestellten einen Rettungswagen zum Stationsgebäude der DGzRS nach Büsum. Gegen Mitternacht übergaben sie den Geretteten dort zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst an Land, der den Patienten ins Krankenhaus brachte.
Ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger flog Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichskoog und des Löschzugs Süd der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen Süd nach Trischen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Hütte vollständig zerstört, ebenso etwa 350 Quadratmeter Grasland. Der Feuerwehr gelang es, eine weitere Ausbreitung des Vegetationsbrandes zu verhindern.
Nach Medienberichten war der 33-jährige Vogelwart seit Ende März im Auftrag des Naturschutzbundes auf Trischen, um im Sommerhalbjahr unter anderem Vögel zu beobachten und zu zählen.
Zur Einsatzzeit herrschten nordwestliche Winde von vier bis fünf Beaufort (um 30 km/h Windgeschwindigkeit), ruhige See und gute Sicht.