Junge aus Tauberfranken mit großem Herz für die Seenotretter

Joris erinnert sich noch genau: Im Nordseeurlaub 2024 schenken ihm die Seenotretter ein Jahrbuch. Der Sechsjährige aus Baden-Württemberg besitzt es bis heute – die Artikel kennt er mittlerweile fast auswendig. Daher weiß er auch: Spenden können die Rettungsleute immer gebrauchen.

Zwei Kinder stehen an einem kleinen Holztisch im Freien und eines bereitet Waffeln zu. Ein Kind in einem roten T‑Shirt greift in eine Schüssel, während das andere Kind auf der anderen Seite des Tisches steht. Auf dem Tisch steht ein Waffeleisen, daneben liegen Holzstäbchen. Im Hintergrund sind eine erwachsene Person sowie ein Geländer mit bunten Wimpeln und Blumentöpfen zu sehen. Auf einem weiteren Tisch liegen Prospekte und ein kleines Papierboot mit der Aufschrift „SAR“.

Joris aus dem baden-württembergischen Bettingen bei Wertheim backt Waffeln zugunsten der Seenotretter, die ihm 2025 sogar zu seinem sechsten Geburtstag gratulierten. Darauf ist er sehr stolz, verrät seine Mutter Lisa.

Foto: Privat

Es duftet nach frisch gebackenen Waffeln. Joris steht hinter einem Tisch und gießt die nächste Portion Teig ins Waffeleisen. Während sich die letzte Schüssel langsam leert, füllen sich Kasse und Spendendose zusehends mit Münzen und Scheinen. Bereits zum zweiten Mal hat er gemeinsam mit seinen Eltern und seinem dreijährigen Bruder Enno einen Waffelstand vor ihrem Haus in Bettingen bei Wertheim aufgebaut. Es liegt nur wenige hundert Meter vom Main entfernt, der sich dort durch die bergige Landschaft schlängelt.

An diesem sonnigen 24. April sammelt der Sechsjährige erstmals Geld für die DGzRS, einen Teil seiner Einnahmen sollen sie ebenfalls bekommen. Am Ende spendet Joris 26 Euro. Manche der rund 30 Gäste fragen ihn nach dem Grund für sein Engagement so weit von der Küste entfernt: „Die Seenotretter helfen Menschen, das finde ich toll. Was sie machen, beeindruckt mich sehr“, antwortet er ihnen. Dann erzählt der junge Franke auch davon, wie er ihre Arbeit im Sommerurlaub 2024 bei einem Hafenfest in Wilhelmshaven kennengelernt hat. Seitdem gehört das damals geschenkte Jahrbuch fest zu seinem Alltag – genauso wie ein weiteres, das er ein Jahr später im Informationszentrum Schleswig-Holstein in Laboe erhalten hat. Manchmal schlagen die Berichte daraus sogar klassische Gute-Nacht-Geschichten.

Aus den Publikationen weiß Joris auch, dass sich die Seenotretter ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanzieren. Das bringt ihn auf die Idee, selbst aktiv zu werden: Bei seinem nächsten Waffelstand will er für sie Geld sammeln. Und darum backt er Ende April fleißig Waffeln – dieses Mal für einen guten Zweck.

„Die Seenotretter helfen Menschen, das finde ich toll.“

Joris (6)

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Das Seenotretter-Logbuch

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