Kollision vor Travemünde: Seenotretter bringen zwei Segelyachten sicher in den Hafen

Am Nachmittag des Sonntag, 22. September 2024, kam es auf der Ostsee nahe Travemünde zu einer Kollision zwischen zwei Segelyachten – die insgesamt drei Personen an Bord blieben unverletzt. Eines der Boote erlitt beim Zusammenstoß einen Mastbruch und war fortan manövrierunfähig. Das Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte beide Kollisionsgegner sicher in den Hafen.

Das Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde brachte zwei havarierte Segelyachten nach einer Kollision sicher in den Hafen.

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS/Alexander Krüger

Gegen 14 Uhr empfing die von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See (MRCC Bremen = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) über den internationalen Not- und Anrufkanal UKW 16 die Dringlichkeitsmeldung „Pan-Pan“. Der Skipper einer 11 Meter langen Segelyacht meldete, dass sein Boot rund zwei Seemeilen (ca. 3,6 Kilometer) nördlich Travemünde mit einer zehn Meter langen Segelyacht kollidiert war. Während die Yacht des Melders augenscheinlich keine schweren Schäden aufwies, war der Mast des Kollisionsgegners in Folge des Zusammenstoßes gebrochen, wodurch dieser manövrierunfähig war.

Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend das Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde, welches innerhalb von zwanzig Minuten bereits am Einsatzort eintraf. In der Zwischenzeit war die geringer beschädigte Segelyacht beim Kollisionsgegner längsseits gegangen, um diesen zu unterstützen.

Die ERICH KOSCHUBS setzte drei Seenotretter auf das Boot mit dem gebrochenen Mast über, die sich zunächst um den alleinsegelnden Skipper kümmerten, der jedoch unverletzt geblieben war. Danach sicherten die Seenotretter Rigg und Mast der Yacht, die schließlich von der ERICH KOSCHUBS in Schlepp genommen wurde. Ein Seenotretter stieg auf das andere Segelboot über und unterstützte die zweiköpfige Crew auf der Rückfahrt. Beide Boote wurden so sicher nach Travemünde gebracht.

Die Wasserschutzpolizei begleitete den Verband mit dem Streifenboot „Habicht“ und hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Einsatzzeit herrschte leichter Wind aus Nordost mit rund 3 Beaufort bei guten Sichtverhältnissen.

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