Seenotretter koordinieren groß angelegte Suche auf der Nordsee nach vermisstem Fischer

Auf der Nordsee weit nordwestlich der Insel Helgoland koordinieren die Seenotretter seit der Nacht zu Mittwoch, 13. Dezember 2023, eine groß angelegte Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied eines Fischkutters. Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie zahlreiche weitere Schiffe und zwei Hubschrauber suchen ein Seegebiet rund 60 Seemeilen (mehr als 110 Kilometer) westlich der nordfriesischen Inseln ab.

Blick auf den Arbeitsplatz von Bremen Rescue Radio, ein MAnn sitzt vor acht Computerbildschirmen

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See koordiniert die Such- und Rettungsmaßnahmen.

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 0.20 Uhr erhielt die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, die Meldung, dass auf einem 24 Meter langen Fischkutter (Flagge: Vereinigtes Königsreich von Großbritannien und Nordirland) ein Mann der achtköpfigen Besatzung über Bord gestürzt ist. Im Einsatzgebiet herrschen östliche Winde um neun Beaufort und vier bis fünf Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von zehn Grad Celsius.

Die Seenotretter leiteten sofort eine groß angelegte Suche ein. Daran beteiligten sich im Revier fahrende Handels- und Behördenschiffe, ein Forschungs- und ein Kreuzfahrtschiff sowie seitens der DGzRS selbst die Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/derzeit Station Deutsche Bucht/Helgoland, ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum, THEO FISCHER/derzeit Station Nordstrand und PIDDER LÜNG/Station List. Zum Einsatzleiter (On-Scene Co-ordinator, OSC) bestimmte die Rettungsleitstelle See der DGzRS zunächst einen Autotransporter. Aus der Luft beteiligten sich ein deutscher Such- und Rettungshubschrauber des Typs „Sea Lion“ der Marineflieger sowie ein dänischer Such- und Rettungshubschrauber an der Suche.

Nach stundenlangem nächtlichen Einsatz in sehr schlechtem Wetter wurden die vier Rettungseinheiten der DGzRS am Morgen durch andere Fahrzeuge abgelöst. Im Suchgebiet sind derzeit unter anderem das Fischereischutzboot „Meerkatze“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als OSC, der Notschlepper „Nordic“ sowie einige Handelsschiffe und Fischereifahrzeuge. Außerdem wird die „Sea Lion“ der Marineflieger das von der Rettungsleitstelle See der DGzRS berechnete und mehrfach aktualisierte Suchgebiet am Vormittag ein weiteres Mal absuchen.

Nachtrag 13. Dezember, 14.30 Uhr:
Um kurz nach 14 Uhr hat die Rettungsleitstelle See der DGzRS die Suche eingestellt.

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Aktuelle Seenotfälle
Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf bewegter See, von dessen Heck eine Leine zu einem kleinen roten Amphibienfahrzeug im Wasser führt; in dem Fahrzeug sitzen zwei Personen. Im Vordergrund sind Deck, Reling und orangefarbene Aufbauten des Seenotrettungsbootes sichtbar, im Hintergrund eine Küstenlinie mit Bäumen und einzelnen Gebäuden unter blauem Himmel.. Zur Seite: Seenotretter nehmen Auto auf den Haken – Amphibienfahrzeug mit Motorschaden

Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.. Zur Seite: „Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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