Vier Menschen nach Mastbruch auf der Kieler Förde in großer Gefahr

Für zwei Erwachsene und zwei Kinder ist am Mittwochnachmittag, 9. August 2023, eine Segelreise an Bord des Seenotrettungskreuzers BERLIN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Ende gegangen: An Bord ihres Folkebootes mit gebrochenem Mast trieben sie manövrierunfähig auf der Kieler Förde. Die Seenotretter der Station Laboe brachten die Segler in Sicherheit.

Mit dem Tochterboot STEPPKE des Seenotrettungskreuzers BERLIN sind die Seenotretter auf der Kieler Förde gemeinsam mit dem Arbeitsboot des Mehrzweckschiffes „Scharhörn“ im Einsatz für ein Folkeboot mit Mastbruch.

Kurz nach 12 Uhr meldete sich der Skipper eines Folkebootes per Telefon bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Nahezu zwei Seemeilen (etwa vier Kilometer) südlich von Kiel Leuchtturm war aus noch unbekannter Ursache der Mast des Bootes gebrochen. Es war nicht mehr zu steuern und trieb manövrierunfähig auf der Kieler Förde. Die vier Segler aus Hessen – zwei Kinder und zwei Erwachsene – benötigten in dem vielbefahrenen Revier umgehend Hilfe.

Die Rettungsleitstelle See der DGzRS alarmierte sofort den in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzer BERLIN. Außerdem bat sie das in der Nähe des Unglücksortes befindliche Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung um Unterstützung. Fast zeitgleich trafen beide Schiffe vor Ort ein. Während die Seenotretter das Tochterboot STEPPKE zu Wasser ließen, setzte die „Scharhörn“ ihr Arbeitsboot aus.

Aufgrund der widrigen äußeren Bedingungen mit südwestlichem Wind der Stärke 7 (bis zu 61 km/h) und etwa einem Meter Seegang entschieden die Seenotretter, zunächst die Besatzung des etwa acht Meter langen Folkebootes aufzunehmen, bevor sie sich um den Havaristen selbst kümmerten. Das Arbeitsboot der „Scharhörn“ übernahm die vier Segler und übergab diese an das Tochterboot STEPPKE.

An Bord der BERLIN versorgten die Seenotretter die zwei Erwachsenen und zwei Kinder, die alle wohlauf waren, und brachten sie in den sicheren Hafen von Laboe. Währenddessen schleppte das Arbeitsboot der „Scharhörn“ den Havaristen in Richtung Innenförde. Kurz vor dem Marine-Ehrenmal übernahmen die Seenotretter den Schleppanhang und brachten das Folkeboot ebenfalls nach Laboe. Gegen 14 Uhr waren sie wieder „Klar P3“ – einsatzbereit auf Station.

 

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Aktuelle Seenotfälle
Am Rand zu erkennen: Ein Seenotrettungsboot. Im Hintergrund die Steilküste von Rügen, davor das Meer. Zur Seite: Seenotretter und Feuerwehr retten im Kreideschlamm eingesunkene Wanderer von Steilküste

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Zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitet Rettungsaktion und bittet DGzRS um Amtshilfe.

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

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Das Seenotretter-Logbuch

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