Seenotretter von Ueckermünde helfen erkranktem Skipper

Die freiwilligen Seenotretter der Station Ueckermünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind gestern, Freitag, 3. Juni 2022, einem akut erkrankten Segler zu Hilfe gekommen. Der Mann war während eines Segeltörns auf dem Stettiner Haff plötzlich nicht mehr zum Weiterführen seines Segelbootes in der Lage. Die Seenotretter holten ihn von Bord und brachten ihn an Land. Der Mann kam in ein Krankenhaus.

Seenotrettungsboot EVA AHRENS-THIES in voller Fahrt

Seenotrettungsboot EVA AHRENS-THIES in voller Fahrt auf dem Stettiner Haff

Archivbild: Stefan Sauer

Die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS (international MRCC BREMEN = Maritime Rescue Co-ordination Centre) erhielt kurz nach 14 Uhr vom Skipper selbst einen Anruf. Ihm ging es gesundheitlich über mehrere Stunden zunehmend schlechter. Er sah sich nicht mehr in der Lage, allein mit seiner Frau einen Hafen zu erreichen. Das Boot lag zu diesem Zeitpunkt bereits vor Anker, etwa eine Seemeile (ca. 1,8 Kilometer) von Ueckermünde entfernt.

Ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz der Rettungsleitstelle See übernahm über Telefon die medizinische Beratung. Die freiwilligen Seenotretter nahmen zeitgleich über Funk Kontakt mit der Segelyacht auf. Zunächst warteten sie mit dem Seenotrettungsboot EVA AHRENS-THIES noch auf den Rettungswagen und nahmen dann zwei Rettungssanitäter mit an Bord in den Einsatz.

Ungefähr eine halbe Stunde nach der Alarmierung erreichten die Seenotretter die vor Anker liegende Yacht und gingen längsseits. Die beiden Sanitäter stiegen zur medizinischen Erstversorgung über. Der Patient war nicht mehr selbst in der Lage auf das Seenotrettungsboot überzusteigen und musste auf einer Trage auf die EVA AHRENS-THIES übernommen werden. Unterstützt wurden die Seenotretter dabei von einem Polizisten eines zwischenzeitlich vor Ort eingetroffenen Bootes der Wasserschutzpolizei Ueckermünde. Begünstigt wurde die Übernahme durch ruhige Seegangsverhältnisse.

Unter Höchstgeschwindigkeit liefen die Seenotretter mit dem Patienten zurück zur Station, während die Rettungssanitäter den Mann unterwegs weiter betreuten. In Ueckermünde wurde der Erkrankte sofort an den Rettungswagen zum Weitertransport ins Krankenhaus übergeben.
 Zwei Seenotretter blieben auf der etwa zehn Meter langen Segelyacht und brachten sie gemeinsam mit der Ehefrau sicher in den Hafen Ueckermünde.

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Aktuelle Seenotfälle
Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

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Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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