Seenotretter für erkrankten Fischer im Einsatz

Die Seenotretter der Station List auf Sylt der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben gestern, Montag, 24. Februar 2025, einen erkrankten Fischer nördlich von Sylt von einem Fischkutter abgeborgen* und in den Hafen gebracht. Der junge Mann, der sich an Bord in der Ausbildung befindet, musste dringend ins Krankenhaus gebracht werden.
 

Seenotrettungskreuzer in voller Fahrt

Der Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG der Station List/Sylt auf Einsatzfahrt (Foto: www.ypscollection.de)

Der Kapitän des Büsumer Fischkutters hatte gegen 13. 40 Uhr über den UKW-Funkkanal 16, dem Not- und Anrufkanal in der Schifffahrt, BREMEN RESCUE RADIO gerufen. Die Seenotküstenfunkstelle ist direkt in der Rettungsleitstelle See angesiedelt und hört den Funkkanal rund um die Uhr ab.

Die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC Bremen) alarmierte daraufhin den in List auf Sylt stationierten Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG. Zeitgleich wurde über Funk eine medizinische Abfrage durchgeführt. Da der Fischkutter sich zu diesem Zeitpunkt nur rund fünf Seemeilen (ca. neun Kilometer) von der Station entfernt befand, warteten die Seenotretter nicht auf einen Notarzt, sondern liefen sofort aus. Der Fischkutter holte sein Fanggeschirr so weit wie möglich auf und lief den Seenotrettern entgegen. Ein Rettungswagen wurde währenddessen zum Hafen von List angefordert.

Ein Längsseitsgehen an der Seite des Kutters war den Seenotrettern auf Grund des Fanggeschirrs nicht möglich. Sie manövrierten stattdessen ans Heck, wo es gelang, den jungen Fischer zu übernehmen. Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschte Wind mit ca. fünf Beaufort (bis zu 38 km/h) aus Südsüdost. Aufgrund der Windrichtung herrschte nördlich von Sylt trotz der Windstärke nur Seegang von etwa einem halben Meter, was die Übergabe des Erkrankten erleichterte. 

Schon um 14.20 Uhr konnte er im Hafen von List an einen Rettungswagen zum Weitertransport ins Krankenhaus übergeben werden.
 

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Aktuelle Seenotfälle
Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf bewegter See, von dessen Heck eine Leine zu einem kleinen roten Amphibienfahrzeug im Wasser führt; in dem Fahrzeug sitzen zwei Personen. Im Vordergrund sind Deck, Reling und orangefarbene Aufbauten des Seenotrettungsbootes sichtbar, im Hintergrund eine Küstenlinie mit Bäumen und einzelnen Gebäuden unter blauem Himmel.. Zur Seite: Seenotretter nehmen Auto auf den Haken – Amphibienfahrzeug mit Motorschaden

Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.. Zur Seite: „Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.