Seenotretter bringen schwer verletzten Segler sicher an Land

Die Seenotretter aus Laboe sind am Montag, 6. Mai 2024, in der Kieler Bucht für einen schwer verletzten Segler im Einsatz gewesen. Dieser war auf einem Schiff gestürzt und benötigte umgehend medizinische Hilfe. Mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie den Patienten sicher an Land.

Seenotrettungskreuzer in Fahrt

Mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN der DGzRS sind die Seenotretter aus Laboe im Einsatz für einen schwer verletzten Segler gewesen.

Archiv-Foto: Die Seenotretter – DGzRS/ypscollection.de

Gegen 11 Uhr meldete sich die Crew eines Plattbodenschiffes per Funk bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-Ordination Centre (MRCC) Bremen. Ein Mitsegler war auf den Rücken gestürzt und klagte über sehr starke Schmerzen. Er benötigte dringend medizinische Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff in Höhe der Halbinsel Dänischer Wohld etwa zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) nördlich des Leuchtturms Bülk.

Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend die Seenotretter der Station Laboe. Diese nahmen zunächst Notarzt und Notfallsanitäter des landgebundenen Rettungsdienstes an Bord der BERLIN, bevor sie wenig später mit dem Seenotrettungskreuzer ausliefen. Unterdessen hatte das in der Nähe der Unglücksstelle befindliche Minenjagdboot „Datteln“ der Marine seine Hilfe angeboten und einen eigenen Notfallsanitäter auf das etwa 16 Meter lange Plattbodenschiff übergesetzt. Dieser versorgte den 40-jährigen Mann bis zum Eintreffen der BERLIN.

Vor Ort stieg das medizinische Team vom Tochterboot STEPPKE des Seenotrettungskreuzers auf den Havaristen über, um die Abbergung des Patienten vorzubereiten. Anschließend übernahmen die Seenotretter den Schwerverletzten auf einer speziellen Trage liegend auf die BERLIN. Zwischenzeitlich war auch ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter eingetroffen. Der per Seilwinde auf den Seenotrettungskreuzer abgesetzte Notarzt des Hubschraubers und sein Kollege auf der BERLIN entschieden, den Patienten zu schonen und nicht auf See, sondern erst an Land an den Rettungshubschrauber zu übergeben. Dieser flog ihn schließlich von Laboe aus in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Die freiwilligen Seenotretter der Station Schilksee begleiteten die zwei verbliebenden Segler auf dem Plattbodenschiff mit dem Seenotrettungsboot JÜRGEN HORST. Ein Rettungsmann stieg vor Laboe auf das Schiff über. Er betreute die beiden und unterstützte sie beim Einlaufen in den Plüschowhafen sowie beim Anlegen.

Zur Zeit des Unfalls herrschten westliche Winde der Stärke 3 (bis zu 19 Stundenkilometer) und ruhige See.

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