Seenotretter befreien im Bodden aufgelaufene Motoryacht

Gleich zwei Mal innerhalb von 24 Stunden musste die Crew einer Motoryacht die Hilfe der Seenotretter in Anspruch nehmen. Zunächst war sie mit ihrem 17 Meter langen Schiff am Donnerstag, 7. April 2022, bei der Meiningenbrücke zwischen Bodstedter und Barther Bodden festgekommen und die freiwilligen Seenotretter der Stationen Prerow/Wieck und Wustrow der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mussten den Havaristen freischleppen. Am heutigen Freitag, 8. April, geriet das 35 Tonnen schwere Fahrzeug zwischen Barhöft und Bock erneut fest und musste von den Stralsunder Seenotrettern befreit werden.

DGzRS-Seenotrettungsboote schleppen Motoryacht frei

Mit gemeinsamen Kräften: PUG und BARSCH schleppen gleichzeitig an

Am Donnerstagnachmittag hatte die zweiköpfige Besatzung der Motoryacht die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See, angerufen: Sie seien mit ihrem Schiff im Bodstedter Bodden westlich der Meiningenbrücke aufgelaufen und könnten sich nicht aus eigener Kraft befreien. Aufgrund der Größe von 17 Metern und des Gewichts von 35 Tonnen des Havaristen alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN die freiwilligen Seenotretter der beiden Stationen Prerow/Wieck und Wustrow.

Das sieben Meter lange Seenotrettungsboot BARSCH der Station Wustrow liegt normalerweise an Land auf einem Trailer, damit es die Seenotretter sowohl see- wie auch boddenseitig einsetzen können. Da es sich zum Alarmierungszeitpunkt ohnehin im Wasser befand, konnte die BARSCH schneller am Einsatzort sein, als ihr Schwesterschiff ZANDER der näher am Einsatzort gelegenen Station Zingst.

Das 8,9 Meter lange Seenotrettungsboot PUG der Prerower Station ist bis zu 38 Knoten schnell und traf zuerst bei der Motoryacht ein. Die Seenotretter stellten zunächst eine Leinenverbindung her. Gemeinsam mit der wenig später eintreffenden BARSCH gelang es, das Fahrzeug wieder ins Fahrwasser zu ziehen. Die Fahrrinne ist in diesem Abschnitt besonders schmal. Durch Windströmung entstandene Mindertiefen von über 20 Zentimetern machten das Navigieren besonders herausfordernd. Starkwind mit über sechs Beaufort (bis 49 Stundenkilometer) hatte ferner an der hochbordigen Motoryacht eine entsprechende Windangriffsfläche und brachte sie leicht vom Kurs ab. Die Seenotretter begleiteten das Schiff bis zur Brücke, wo die zweiköpfige Besatzung über Nacht festmachte.

Im Fahrwasser Grabow südlich der Halbinsel Bock geriet die Yacht erneut auf Grund und musste am Freitag von den Seenotrettern der Freiwilligenstation Stralsund mit dem Seenotrettungsboot HERTHA JEEP befreit werden. Auf ihr Anraten hin folgte der Skipper ihnen nach Stralsund, um für den geplanten Ostseetörn nach Warnemünde nun ruhigeres Wetter abzuwarten.

Seenotrettungsboot längsseits am Havaristen
Seenotrettungsboot PUG unterstützt den Havaristen
Aktuelle Seenotfälle
Zur Seite: Rettungsleitstelle See unterstützt Lotsen bei Reanimation auf Containerschiff

Auf dem Containerschiff "MSC Maxine" ist gestern, 19. Juli 2026, südlich von Helgoland ein Lotse nach einem Zusammenbruch von seinem Kollegen wiederbelebt worden. Der Mann wurde in ein Krankenhaus geflogen.

Das Heck eines Seenotrettungskreuzers mit Schleppleine und einer Motoryacht im Schlepp. Zur Seite: Seenotretter retten vier Menschen von festgekommener Motoryacht

Vier Menschen und ein Hund wurden nach Wassereinbruch von der Motoryacht geholt, die in der Wismarer Bucht aufgelaufen war. Im Einsatz waren die Seenotretter aus Grömitz und Timmendorf/Poel.

Ein rot-weißes Seenotrettungsboot in rascher Fahrt auf See. Zur Seite: Herz-Kreislauf-Stillstand auf Motorboot

Die freiwilligen Seenotretter der Station Neustadt/Holstein sind am Sonntag, 12. Juli 2026 im Einsatz für einen 60-jährigen Skipper eines Motorbootes gewesen. Der Mann hatte auf der Ostsee vor Neustadt offenbar einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.