Seenotretter in Großenbrode retten Kitesurfer aus dem Eis

Aus dem Eis haben die Seenotretter der Station Großenbrode der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern, 3. Februar 2026, einen eingebrochenen Kitesurfer gerettet. Der Mann hatte im offenen Bereich des Großenbroder Binnensees, wo der Seenotrettungskreuzer BREMEN stationiert ist, gesurft, war dann aber ins Eis geraten, aus dem er sich nicht befreien konnte.

Hinter Hafenanlagen fährt ein Seenotrettungsboot zu einem Menschen, den man ganz klein im Eis sieht

Das Tochterboot VEGESACK des Seenotrettungskreuzers BREMEN der DGzRS rettet einen im Eis gefangenen Kiter

Starker Ostwind bietet auf dem zur Ostsee hin offenen Großenbroder Binnensee in der Regel gute Bedingungen fürs Kitesurfen. Das hatten sich offenbar auch zwei Lübecker gedacht, die den Starkwind mit sechs bis sieben Beaufort (bis 61 km/h) am Dienstag für ihren Sport nutzen wollten. 

Die Besatzung des dort stationierten Seenotrettungskreuzers BREMEN hatte die beiden kurzzeitig beobachtet, bis einer der beiden sein Kiteboard verlor. Zunächst sichteten die Seenotretter die beiden Männer gemeinsam auf dem zugefrorenen Teil des Binnensees auf dem Weg zum Ufer. Dann jedoch kehrte einer der beiden um, augenscheinlich um den Versuch zu unternehmen, sein Kiteboard zu bergen.
Nur wenige Minuten später brach der mit einem Neopren-Anzug bekleidete Wassersportler ins Eis ein. Die Seenotretter ließen sofort das Tochterboot VEGESACK zu Wasser. 

Eine Person im schwarzen Neopren-Anzug kämpft sich durch Eisschlamm
Durch den Eisschlamm nähern sich die Seenotretter dem Kitesurfer

Es gelang ihnen, dem Kiter im schlammartigen Eis – in der Fachliteratur auch als „Eisgries“ bezeichnet – so weit entgegenzufahren, dass er sich selbst durchs Eis bis zum Tochterboot bewegen konnte.
Das Eis befindet sich dort derzeit in einer Gefrierungsphase, die aus der Wasseroberfläche eine dicke, aber extrem brüchige, trübe Eisschicht macht, die noch keinen festen Zusammenhalt hat. Aus eigener Kraft wäre es dem Mann nicht gelungen, wieder an Land zu gelangen. 

Die Seenotretter nahmen auch sein Kiteboard auf und brachten den Geretteten sicher an Land.
Die Lufttemperatur betrug gestern minus drei Grad Celsius, die Wassertemperatur lag um null Grad.
 

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Seenotretter in Schutzkleidung steigen nachts von einem roten Seenotrettungsboot auf ein Holzsegelboot (Zeesboot) über, Seile verbinden die beiden Schiffe.. Zur Seite: Einsatzreiches Wochenende für die Seenotretter auf Nord- und Ostsee

Für die Seenotretter war das Wochenende vom 18. bis 20. September 2026 besonders einsatzreich. Die Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS waren in ihren Revieren auf Nord- und Ostsee bis Sonntagabend insgesamt 32-mal im Einsatz.

Ein weißes Segelboot und ein rot-weißes Tochterboot der Dgzrs fahren auf rauer See mit hohen Wellen und Schaumkronen. Unter einem grauen, bewölkten Himmel begleitet das Tochterboot das Segelboot durch das stürmische Wasser.. Zur Seite: Seglerin vor Helgoland stark unterkühlt – Seenotretter und Hubschrauber im Einsatz

Für eine stark unterkühlte Seglerin sind die Seenotretter in der Deutschen Bucht im Einsatz gewesen. Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE brachte die Frau sicher an Land.

Ein Seenotrettungsboot der Dgzrs schleppt ein großes blaues Baggerschiff mit der Aufschrift „Anke“ durch ruhiges Hafenwasser. Ein straff gespanntes Schleppseil verbindet beide Fahrzeuge. Im Vordergrund sind Teile des Rettungsbootes mit weiß-orangefarbener Bordwand zu sehen, während dunkle Wolken den Himmel bedecken. Im Hintergrund markiert ein rotes Molenfeuer die Hafeneinfahrt.. Zur Seite: Zwei Seenotretter-Einsätze bei Wangerooge: Kollisionsgefahr im Schifffahrtsweg und manövrierunfähiges Baggerschiff

Seenotretter schleppen manövrierunfähiges Baggerschiff ein und verhindern Kollision im Schifffahrtsweg.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.