Medizinischer Notfall bei Regatta

Während einer Regatta auf der Kieler Förde am Sonntagnachmittag, 8. Juni 2025, verlor eine Frau mehrfach das Bewusstsein. Freiwillige Seenotretter der Station Schilksee der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kamen der 25-Jährigen an Bord des Schiffes der Regatta-Leitung zu Hilfe. Gemeinsam mit Kräften der Bundespolizei wurde die Patientin sicher an Land gebracht.

Das in Schilksee stationierte Seenotrettungsboot JÜRGEN HORST in voller Fahrt auf der Kieler Förde. Gefahren wird das Boot der 8,9-Meter-Klasse der DGzRS von einer Freiwilligen-Besatzung.

Foto: Die Seenotretter - DGzRS/Jörg Sarbach

Gegen 15.00 Uhr befand sich das in Schilksee stationierte Seenotrettungsboot JÜRGEN HORST auf dem Rückweg von einer Fehlalarmierung auf der Kieler Förde. Da meldete sich das Leitungsboot einer gerade stattfindenden Regatta per Funk bei der Freiwilligen-Besatzung der JÜRGEN HORST mit einem tatsächlichen Notfall. Eine 25-Jährige an Bord hatte mehrfach das Bewusstsein verloren und klagte über akute Kreislaufbeschwerden. Das Leitungsboot befand sich zu dieser Zeit rund 1,2 Seemeilen (ca. 2,3 Kilometer) nordöstlich des Leuchtturms Bülk.

Innerhalb von nur wenigen Minuten hatte die JÜRGEN HORST das rund 14 Meter lange Leitungsboot erreicht. Fast zeitgleich traf auch das Kontroll- und Streifenboot „Rhön 2“ der Bundespolizei ein, das ebenfalls dem Notruf gefolgt war. 

Zwei Seenotretter, darunter ein ausgebildeter Rettungssanitäter, stiegen über und begannen mit der Erstversorgung der Patientin, die inzwischen wieder ansprechbar war. Schnell wurde der Entschluss gefasst, dass die Frau zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden sollte.

Mit Unterstützung von Kräften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) setzten die Seenotretter mit der Patientin auf das Streifenboot „Rhön 2“ über, das sofort den rund vier Seemeilen (ca. 7,5 Kilometer) entfernten Hafen von Schilksee anlief. Dort wurde die 25-Jährige an den Landrettungsdienst übergeben, der sie in ein Krankenhaus brachte.

Zur Einsatzzeit herrschten starke nordwestliche Winde mit bis zu sechs Beaufort (bis zu 49 km/h) und eine Wellenhöhe von etwa einem halben Meter.

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