Medizinischer Notfall auf Segelboot

Seenotretter und Hubschrauber im Einsatz vor Spiekeroog

Die Seenotretter der Freiwilligen-Station Wangerooge der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind gestern Abend, Freitag, 18. Juli 2025, für ein Segelboot im Einsatz gewesen, auf dem es zu einem kritischen medizinischen Notfall gekommen war. Per Hubschrauber wurden Notarzt und Sanitäter abgesetzt. Der Mann konnte schließlich ins Krankenhaus gebracht werden.

Seenotrettungsboot "Fritz Thieme" der DGzRS in voller Fahrt in den Wellen

Das Seenotrettungsboot FRITZ THIEME war für einen medizinischen Notfall im Einsatz (Archivbild)

Kurz nach 18 Uhr ging der telefonische Notruf einer Frau bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC Bremen) ein: Ihr Ehemann war auf ihrem Segelboot im Spiekerooger Wattfahrwasser zusammengebrochen und zeitweise bewusstlos. 

Während die Frau vom Einsatzleiter per Telefon zur medizinischen Erstversorgung angeleitet wurde, wurde das Seenotrettungsboot FRITZ THIEME von Wangerooge alarmiert. Da dringend ein Notarzt auf dem Segelboot benötigt wurde, wurde ebenfalls der Hubschrauber Northern Rescue 01 von Northern Helicopter alarmiert. 

Zeitgleich trafen Seenotretter und Hubschrauber vor Ort ein. Bei ablaufendem Wasser war das etwa zehn Meter lange Segelboot zwischenzeitlich aus dem Fahrwasser in flaches Wasser auf Grund getrieben und war für die Seenotretter nicht mehr erreichbar. Der Hubschrauber setzte einen Notfallsanitäter direkt auf dem Segelboot ab. Notarzt und weitere Ausrüstung wurden per Winde vom Hubschrauber an die Seenotretter auf der FRITZ THIEME übergeben. Ausgesprochen schwacher Wind und glatte See begünstigten die Manöver.

Mit der medizinischen Betreuung ihres Mannes durch den Notfallsanitäter konnte die Ehefrau nun das Ruder übernehmen und es gelang ihr, das Segelboot frei und in tieferes Wasser zu fahren. Die FRITZ THIEME nahm es längsseits, so dass nun auch der Notarzt auf das Boot übersteigen konnte. 

Aus medizinischen Gründen wurde entschieden, den Mann weiter an Bord zu behandeln. Die FRITZ THIEME schleppte das Boot längsseits nach Wangerooge, wo sie kurz nach 20 Uhr eintraf. Da der Hubschrauber am Hafen nicht landen kann, wartete dort ein Rettungswagen. Er übernahm den Patienten und brachte ihn zum Flugplatz. Dort war der Hubschrauber gelandet. Er brachte den Patienten in ein Krankenhaus ans Festland.

Die Besatzung der FRITZ THIEME unterstützte die Seglerin, ihr Boot sicher im Yachthafen festzumachen. 
In der Nacht erfolgte dann bereits die nächste Alarmierung für die Seenotretter. Wegen Dunkelheit konnte kein Hubschrauber fliegen – stattdessen übernahmen die freiwilligen Seenotretter einen weiteren dringenden Krankentransport von Wangerooge ans Festland.

Per Hubschrauber wurden Notarzt und Sanitäter abgesetzt
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