Umfangreiche Suche nach Wingsurfer erfolgreich

Fehmarn. Eine umfangreiche Suche nach einem vermissten Wingsurfer durch Seenotretter, Bundespolizei, Feuerwehr, Hubschrauber und weitere Einheiten, koordiniert von der Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ist gestern Abend, Sonntag, 20. Juli 2025, erfolgreich zu Ende gegangen. Der Vermisste wurde westlich von Fehmarn treibend auf seinem Board gefunden und von den Seenotrettern mit dem Seenotrettungsboot ROMY FRANK an Land gebracht.

Seenotrettungsboot sichtet Wingsurfer im Wasser. In der Luft schwebt ein Hubschrauber.

Das Seenotrettungsboot ROMY FRANK nähert sich dem Vermissten, der westlich von Westermarkelsdorf auf seinem Board sitzend aufgefunden wurde.

Kurz nach 19 Uhr am Sonntagabend hatte eine Surferin von Fehmarn einen Mitsurfer als vermisst gemeldet. Etwa eine halbe Stunde zuvor hatte sie den Mann aus den Augen verloren. Schließlich alarmierte die Frau die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Der Vermisste war mit Board und Wing (engl. für „Brett“ und „Flügel“) unterwegs – diese sind nicht miteinander verbunden.

Die Rettungsleitstelle See alarmierte die Seenotrettungsboote HELENE und ROMY FRANK der Freiwilligenstation Fehmarn sowie das Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN, das derzeit von der Station Heiligenhafen aus in den Einsatz geht. 

Der Hubschrauber Northern Rescue 02 von Northern Helicopter unterstützte die Suche. Die Funktion des Einsatzleiters vor Ort übergab die Rettungsleitstelle See an das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bayreuth“ der Bundespolizeiinspektion See Neustadt in Holstein. Die umliegende Schifffahrt wurde um scharfen Ausguck gebeten, die Feuerwehr wurde an Land in die Suche eingebunden. Seeseitig beteiligte sich im weiteren Verlauf auch der Schlepper „Fairplay 31“.

Systematisch wurde das Gebiet um Fehmarn herum abgesucht. Nach etwa zwei Stunden meldeten Einsatzkräfte von Land aus eine Sichtung, etwa zeitgleich bestätigte die Hubschrauberbesatzung die Ortung. Das Seenotrettungsboot ROMY FRANK traf zuerst vor Ort ein und fand den Vermissten 1,5 Seemeilen (ca. 2,7 Kilometer) von der Küste entfernt auf seinem Board sitzend.

Das Seenotrettungsboot "Romy Frank" nimmt einen Surfer durch die Bergungspforte auf
Rettung des Wingsurfers von der Besatzung der ROMY FRANK

Der Mann trug einen Neopren-Anzug und war stark erschöpft. Nachdem er nach einem Schaden sein Segel verloren hatte, hatten ihn Wind und Strömung an Fehmarns nördlichster Spitze bei Westermarkelsdorf vorbeigetrieben, immer weiter auf die Ostsee hinaus. Er hatte keine Chance mehr, das Land zu erreichen.

An Bord der HANS INGWERSEN befand sich auch ein freiwilliger Seenotarzt der Station Heiligenhafen. Er stieg auf die ROMY FRANK über und übernahm sofort die medizinische Erstversorgung des Geretteten. Dem 51-Jährigen ging es zunächst den Umständen entsprechend gut, später verschlechterte sich sein Zustand jedoch vorübergehend.

Die Seenotretter brachten den Wassersportler nach Puttgarden, wo die Station auf dem Gelände der Scandlines-Reederei beheimatet ist. Vormann Arne Fröse der Station Fehmarn betonte die hervorragende Unterstützung durch Mitarbeiter von Scandlines, die bereits die Ehefrau des Wingsurfers in den Sicherheitsbereich des Hafens begleitet hatten. 

Nach weiterer Behandlung übergab der Arzt den Geretteten in die Obhut seiner Familie.
 

Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf bewegter See, von dessen Heck eine Leine zu einem kleinen roten Amphibienfahrzeug im Wasser führt; in dem Fahrzeug sitzen zwei Personen. Im Vordergrund sind Deck, Reling und orangefarbene Aufbauten des Seenotrettungsbootes sichtbar, im Hintergrund eine Küstenlinie mit Bäumen und einzelnen Gebäuden unter blauem Himmel.. Zur Seite: Seenotretter nehmen Auto auf den Haken – Amphibienfahrzeug mit Motorschaden

Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.. Zur Seite: „Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.