Freiwilllige Seenotretter im Einsatz: Einhandsegler an Bord zusammengebrochen

Die freiwilligen Seenotretter der Stationen Timmendorf/Poel und Kühlungsborn der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind gestern, Samstag, 12. August 2023, einem Einhandsegler zu Hilfe gekommen, der an Bord zusammengebrochen war. Die Ehefrau hatte ihren Mann überfällig gemeldet. Beamte der Wasserschutzpolizei fanden die Yacht vor Anker liegend nördlich von Poel vor.

Notfall auf See - DGzRS Seenotrettungsboote im Einsatz

Seenotretter kümmern sich um eine ankernde Yacht. Zuvor hatten sie deren Skipper von Bord geholt. Der Mann benötigte dringend ärztliche Hilfe.

Gegen 17.30 Uhr hatte die Ehefrau die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC Bremen) angerufen, da sie ihren Ehemann, der allein mit seiner Segelyacht unterwegs war, seit 24 Stunden nicht erreichen konnte. Der Segler teilte seine Position regelmäßig über ein Trackingsystem mit seiner Frau.
Auf der letzten gemeldeten Position nördlich von Gollwitz (Poel) fand die Besatzung eines Polizeischlauchbootes die zwölf Meter lange Segelyacht vor Anker liegend vor. Der Segler befand sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand an Bord.

Nach Rücksprache mit dem Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der Rettungsleitstelle See wurden vom Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE zunächst Rettungssanitäter an Bord genommen. Unter Höchstgeschwindigkeit liefen die Seenotretter daraufhin die Segelyacht an.
Nur unter größter Anstrengung gelang es, mit Unterstützung der beiden Polizeibeamten den Segler per Trage aus der Segelyacht auf das Seenotrettungsboot zu übernehmen. Unter fortwährender Betreuung der Sanitäter wurde der Mann nach Timmendorf gebracht, wo bereits Notarzt und Rettungswagen vor Ort waren. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht.

Da für die Nacht Gewitter mit starken Böen vorhergesagt waren, kümmerte sich die Besatzung des nachalarmierten Seenotrettungsbootes KONRAD-OTTO der Station Kühlungsborn um das vor Anker liegende Segelboot. Drei erfahrene Seenotretter stiegen über, brachten die Bordsysteme in Gang und holten den Anker auf. Unter Sicherungsbegleitung der KONRAD-OTTO machten sie sich dann auf die zwölf Seemeilen (ca. 22 Kilometer) lange Rückreise nach Kühlungsborn, wo sie kurz vor Mitternacht eintrafen.

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Aktuelle Seenotfälle
Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf bewegter See, von dessen Heck eine Leine zu einem kleinen roten Amphibienfahrzeug im Wasser führt; in dem Fahrzeug sitzen zwei Personen. Im Vordergrund sind Deck, Reling und orangefarbene Aufbauten des Seenotrettungsbootes sichtbar, im Hintergrund eine Küstenlinie mit Bäumen und einzelnen Gebäuden unter blauem Himmel.. Zur Seite: Seenotretter nehmen Auto auf den Haken – Amphibienfahrzeug mit Motorschaden

Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.. Zur Seite: „Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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