02.10.2020

„Ausbau, Ausbau, Ausbau!“

So fasst DGzRS-Inspektor Holger Freese mit einem Begriff das zusammen, was in der nächsten Zeit mit SK 42 passieren wird. Die „Hochzeit“ – also das Verbinden von Rumpf und Deckshaus – liegt bereits einige Wochen zurück. Die Schiffbauer haben Tausende Schweißnähte gezogen und bereiten nun alles dafür vor, dass sie die Inneneinrichtung einbauen können. Fotos: Martin Stöver

SK 42 ist das sechste Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der Neubau ist für den Darß bestimmt. Er wird im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte die THEO FISCHER ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen.  


07.08.2020

Drehen und umziehen

Vor ein paar Tagen ist SK 42 umgezogen: Der neue Seenotrettungskreuzer für den Darß liegt jetzt wenige Schritte von seiner Helling (Baulehre) entfernt in einer höheren Werfthalle. Sie bietet genug Platz für die bald anstehende „Hochzeit“. So nennen die Schiffbauer den Moment, wenn sie das separat gebaute Deckshaus auf den Rumpf setzen. Damit das überhaupt möglich ist, haben sie den fertig beplankten Kasko mit Hilfe von zwei Mobilkranen von kieloben nach kielunten gedreht.

 

 


20.07.2020

Platten auflegen

In einer Halle der Fassmer-Werft ist ab und zu kaum das eigene Wort zu verstehen. Immer genau dann, wenn die Schiffbauer mit einem Hammer auf die Aluminiumplatten schlagen, um sie in die gewünschte Form zu bringen. Der metallische Ton dringt in den hintersten Winkel und wird von den Wänden zurückgeworfen. Gut, dass die empfindlichen Ohren mit gelben Stöpseln perfekt gegen den Lärm geschützt sind. Bei manchen Werftarbeitern thront auf dem Kopf ein Helm, bei anderen ist er hinter einer Schweißhaube versteckt. Die Schiffbauer sind gerade dabei, den neuen Seenotrettungskreuzer für den Darß zu beplanken. (Fotos: Martin Stöver)

 

 


03.04.2020

Schweißen, was der Draht hergibt

In der Werfthalle liegt ein großes Aluminiumgerippe auf einer Baumalle. An einigen Stellen leuchtet ein hellgrüner Lichtbogen auf. Es knistert, zischt und riecht leicht nach angebranntem Metall. Der Schweißdraht in der linken Hand des Werftarbeiters wird immer kürzer, bald muss er ihn nachführen. Ein weiteres Stück von ungezählten Drahtmetern, die die Schweißer für den Bau des neuen Seenotrettungskreuzers für den Darß verbrauchen. Aus Tausenden von Einzelteilen setzen sie derzeit den Rumpf des Neubaus zusammen. Und manchmal legen sie Brenner und Draht beiseite, nehmen die Fernbedienung der Hallenkrane – so heißt die Mehrzahl von Kran in der Fachsprache – in die Hand und setzen zwei separat entstandene Rumpfsektionen aufeinander. Selbstverständlich hat die Fassmer Werft ebenfalls umfassend auf das Coronavirus Sars-CoV-2 reagiert: Es wird in einem Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet, um die Kontakte unter den Mitarbeitern zu verringern und den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Ob sich wegen dieser Maßnahme der Baufortschritt verzögern wird, ist im Moment zwar nicht abzusehen, aber das ist auch zweitrangig – das Wichtigste ist und bleibt die Gesundheit der Menschen. (Fotos 1-4: Martin Stöver)


12.03.2020

SK 42 auf Kiel gelegt

Einen neuen Seenotrettungskreuzer für ihre Station am Darß (Mecklenburg-Vorpommern) hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) heute, 12. März 2020, bei der Werft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser auf Kiel gelegt. Die traditionelle Zeremonie der Seenotretter markiert zugleich auch einen wesentlichen Zeitabschnitt der DGzRS-Geschichte: Vor 30 Jahren übernahm die DGzRS im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 wieder den Seenotrettungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern.


Werft-Tagebuch
SK 42