Christian Stipeldey

Christian Stipeldey

Das Ergebnis der traditionsreichen Bremer Eiswette steht einmal mehr fest: Die Frage, ob „de Werser geiht“ oder „steiht“, also fließt und eisfrei oder aber zugefroren ist, war am Dreikönigstag 2026 eindeutig zu beantworten. Die Eisprobe der Bremer Eiswettgesellschaft von 1829 ergab auch 197 Jahre nach der ersten, früher für Handel und Schifffahrt wichtigen Zeremonie: alles im Fluss auf dem Fluss. Beim Eiswettstiftungsfest rund zwei Wochen nach der Eisprobe – in diesem Jahr am 17. Januar – wird traditionell großzügig für die DGzRS gespendet. In diesem Jahr kamen nach Medienberichten 766.760,50 Euro zusammen – so viel wie noch nie zuvor. Die DGzRS dankt allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich!

Bildergalerie: Bremer Eiswette 2026

In diesem Jahr war das Tochterboot CHRISTIAN des Seenotrettungskreuzers HERMANN RUDOLF MEYER bei der Eiswette dabei. Damit brachten die Seenotretter den „99 Pfund“ schweren Schneider samt seinem heißen Bügeleisen trockenen Fußes auf die andere Weserseite.

Für die Seenotretter ist der besondere „Einsatz“ bei der Eiswette Ehre und Dank zugleich. Beim Eiswettstiftungsfest rund zwei Wochen nach der Eisprobe wird seit vielen Jahren kräftig für die DGzRS gespendet.

Seit 1956 sind die Seenotretter mit einer Rettungseinheit bei der traditionsreichen Zeremonie dabei. Traditionell findet die Eiswettprobe am Punkendeich statt, einem Abschnitt des Osterdeichs zwischen Innenstadt und Weserstadion.

Die diesjährige Eiswette wird den Seenotrettern in besonderer Erinnerung bleiben: Unmittelbar bevor das Tochterboot CHRISTIAN den Eiswettschneider über die Weser setzte, retteten die Seenotretter eine Frau aus dem Fluss. Am Tiefer-Anleger gegenüber der DGzRS-Zentrale übergaben sie die stark unterkühlte Gerettete an den Rettungsdienst an Land, der sie ins Krankenhaus fuhr.

Traditioneller Informationsbesuch mit regem Austausch in der DGzRS-Zentrale in Bremen.

Weiterlesen

Vom Hauptdarsteller auf dem Fluss zum Hauptdarsteller an Land: Eiswettschneider Peter Lüchinger kommentierte wie stets spöttisch und mit spitzer Zunge bundesdeutsche und bremische Politik. Seine immer treffenden, dabei aber nie verletzenden Worte sowie seine wort- und gestenreichen Kontroversen mit dem Eiswettpräsidium ernteten einmal mehr viel Gelächter und Applaus.

Zwar friert die Weser am Ort der Wette schon lange nicht mehr zu, weshalb inzwischen das Los über „Gewinner“ und „Verlierer“ der eigentlichen Eiswette entscheidet. Doch die alten Rituale sind geblieben und sorgen jedes Jahr für Begeisterung beim zahlreich erscheinenden Publikum: Eiswett-Präsidium, „Novizen“ der Bremer Kaufleute, „Medicus publicus“ und „Notarius publicus“ mit langen Lockenperücken und auch die Heiligen Drei Könige haben jeweils fest zugewiesene Rollen.

Ohne Deine Spende geht's nicht!

Freiwillig – unabhängig – spendenfinanziert

Weitere Artikel

Fahraufnahme Seenotrettungsboot Butenschoen. Zur Seite: Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick 2025

Blicken Sie mit unserem Video-Jahresrückblick auf ein bewegtes – und bewegendes – Seenotretter-Jahr 2025 zurück! Wir bedanken uns bei Ihnen allen im #TeamSeenotretter für Ihre großartige Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr!

Zur Seite: Opferanoden spenden

Opferanoden sind ganz besondere „Glücksschweinchen“ und sorgen dafür, dass unsere Rettungseinheiten immer und unter allen Umständen einsatzbereit bleiben. Dank Ihrer Spende!

Suche nach einem Schiffbrüchigen mit dem Fernglas. Zur Seite: Der Seenotretter-Weihnachtsfilm

Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Ruhe, der Familie, der Geborgenheit. Die Seenotretter sind selbstverständlich auch an diesen Tagen einsatzbereit. Denn wer Leben rettet, kennt keine Feiertage. Auch im Advent, an Heiligabend, Weihnachten oder Silvester und Neujahr gilt der ganz normale Wachtörn– an Bord ebenso wie in der Rettungsleitstelle See.