Seenotretter in der Weihnachtsnacht im Einsatz für erkrankten Baggerschiff-Kapitän

In der Weihnachtsnacht (Montag, 25. Dezember 2023) hat sich ein Baggerschiff auf der Ostsee mit einem medizinischen Notfall an Bord bei den Seenotrettern gemeldet. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERTHOLD BEITZ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)/Station Greifswalder Oie kam dem erkrankten Kapitän zu Hilfe, der dringend ärztliche Hilfe benötigte. Ein Rettungshubschrauber brachte den Patienten anschließend ins Krankenhaus.

Trotz widriger Bedingungen gelang es dem Seenotrettungskreuzer BERTHOLD BEITZ (rechts im Bild) im ersten Anlauf, bei dem Baggerschiff längsseits zu gehen und zwei Seenotretter zur Erstversorgung des erkrankten Kapitäns überzusetzen.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 2 Uhr meldete sich die Besatzung des Baggerschiffes bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See,dem Maritime Rescue Co-Ordination Centre (MRCC) Bremen. Der Kapitän war vorübergehend nicht ansprechbar. Zu dieser Zeit befand sich das Schiff rund 2,5 Seemeilen (etwa. 4,5 Kilometer) südöstlich der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie.

Umgehend wurde der dort stationierte Seenotrettungskreuzer BERTHOLD BEITZ alarmiert. Die Seenotretter liefen binnen weniger Minuten bei widrigen Bedingungen mit sieben Windstärken (bis zu 61 km/h) und Wellenhöhen um drei Meter aus. Zusätzlich alarmierten die Seenotretter einen Rettungshubschrauber von Northern Helicopter. Das Baggerschiff fuhr der BERTHOLD BEITZ entgegen. Beide Schiffe trafen sich rund eine halbe Stunde nach der Alarmierung mitten auf der Ostsee.

Trotz der Seegangsverhältnisse gelang es den Seenotrettern im ersten Anlauf, beim Baggerschiff längsseits zu gehen. Zwei Seenotretter stiegen über und begannen mit der medizinischen Erstversorgung des Patienten. Nur wenige Minuten später traf der Rettungshubschrauber ein. Er setzte zunächst einen Notarzt per Seilwinde auf dem Baggerschiff ab. Wenig später nahm erden erkrankten Kapitän auf gleiche Weise auf und flog ihn  ins Krankenhaus.

Die Seenotretter meldeten sich gegen 3.50 Uhr am frühen Morgen des 1. Weihnachtstages wieder „klar P3“ – einsatzbereit auf ihrer Station im Nothafen der Greifswalder Oie.

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