Seenotretter für erkrankten lettischen Seemann im Einsatz

Die Seenotretter der Station Bremerhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht (Mittwoch, 21. Dezember 2022) einen lettischen Seemann von einem Tankschiff auf Reede abgeborgen*. Der Mann litt unter schweren Kreislaufstörungen und musste dringend ins Krankenhaus gebracht werden.

In Bremerhaven nahmen die Seenotretter vor dem Auslaufen zusätzlich Rettungssanitäter an Bord.

Gegen 21 Uhr hatte sich die Rettungsleitstelle Wesermarsch bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt lag das dänische Tankschiff auf Blexen Reede. Umgehend wurde der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER alarmiert. Noch am Liegeplatz nahm er zusätzlich zu den vier Seenotrettern zwei Rettungssanitäter an Bord. Bereits eine Viertelstunde später traf der Seenotrettungskreuzer vor Ort ein, und die Rettungssanitäter und zwei Seenotretter stiegen auf das Tankschiff über.

Der Erkrankte wurde zunächst medizinisch erstversorgt und dann mit einer Trage auf den Seenotrettungskreuzer übernommen. Um kurz vor 23 Uhr traf die HERMANN RUDOLF MEYER wieder in Bremerhaven ein. Ein Rettungswagen brachte den Patienten ins Krankenhaus.

Die Übergabe auf den Seenotrettungskreuzer wurde auf See durch eine moderate Wetterlage begünstigt. Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten südwestliche Winde mit vier Beaufort (bis zu 28 km/h).

 

*seemannschaftl. für „in Sicherheit bringen“

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Aktuelle Seenotfälle
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Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

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Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

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An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
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