26.08.2021

Erster Einsatz des neuen Seenotrettungskreuzers SK 42 für manövrierunfähige Segelyacht vor Darßer Ort

Einer manövrierunfähigen Segelyacht ist das Tochterboot des neuen Seenotrettungskreuzers SK 42 am Mittwoch, 25. August 2021, vor der Station Darßer Ort zu Hilfe gekommen. Für die erst am Vortag stationierte, noch ungetaufte Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war es der erste Einsatz.

Die SK 42 schleppt bei ihrem ersten Einsatz eine Segelyacht vor dem Darsser Ort ab

Das Tochterboot des neuen Seenotrettungskreuzers der Station Darßer Ort bringt eine manövrierunfähige Yacht im Schlepp in den Hafen

Derzeit liegt SK 42 – so die interne Bezeichnung bis zur Taufe – für Ausrüstungs- und Einweisungsfahrten im Nothafen Darßer Ort, gemeinsam mit dem dort noch stationierten Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER. Während einer technischen Einweisung alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Station. Eine Segelyacht im Revier war aufgrund einer Leine im Propeller manövrierunfähig geworden.
Kurzerhand besetzten die Seenotretter TB 46. Durch starken Regen waren die Sichtverhältnisse sehr eingeschränkt. Die Seenotretter fanden den Havaristen schließlich zwei Seemeilen (ca. 3,6 Kilometer) südöstlich der Station. Bei rauer See und Windstärke fünf mit Böen von sechs Beaufort (bis zu 49 km/h) aus West stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung her. Erst im Schlepp des Tochterbootes kam eine telefonische Verbindung mit der Besatzung der 15 Meter langen Segelyacht zustande. Seekrankheit hatte zwei der vier Besatzungsmitglieder an Bord zeitweise stark zugesetzt. Die Seenotretter brachten den Havaristen sicher in den Nothafen Darßer Ort.
Der neue Seenotrettungskreuzer SK 42 wird noch für weitere Testfahrten im Revier unterwegs sein. Währenddessen geht die THEO FISCHER weiterhin von der Station aus in den Einsatz. In Zukunft wird sie als Seenotrettungskreuzer ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden müssen, zum Beispiel während einer Werftzeit.
Die Taufe von SK 42 – der zukünftigen NIS RANDERS – wird im nicht-öffentlichen Rahmen im September auf der Bauwerft Fassmer in Berne an der Unterweser durchgeführt. Dort werden auch noch Restarbeiten am Seenotrettungskreuzer durchgeführt.
Mehr zum Bau des neuen Seenotrettungskreuzers erfahren Sie unter nis-randers.de.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Am Rand zu erkennen: Ein Seenotrettungsboot. Im Hintergrund die Steilküste von Rügen, davor das Meer. Zur Seite: Seenotretter und Feuerwehr retten im Kreideschlamm eingesunkene Wanderer von Steilküste

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS haben gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz einen Mann und eine Frau vom Strand unterhalb der Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund gerettet.

Der Rücken eines Wals ist im Wasser sichtbar, im Hingergrund ein Seenotrettungskreuzer. Zur Seite: Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitet Rettungsaktion und bittet DGzRS um Amtshilfe.

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

In der Nacht zum Donnerstag, 19. März 2026, sind die Seenotretter einem Wachschiff der Offshore-Windindustrie mit Maschinenproblemen östlich von Rügen zu Hilfe gekommen.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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