Besatzung eines Fahrgastschiffes rettet Seglerpaar bei Usedom

Bei der Ostseeinsel Usedom ist am Mittwochnachmittag, 25. September 2024, ein Seglerpaar mit seinem Boot gekentert. Die Besatzung des Fahrgastschiffes „Johannes“ rettete die beiden. Die freiwilligen Seenotretter der Station Zinnowitz brachten sie mit dem Seenotrettungsboot HECHT der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sicher an Land.

Ein mit Wasser vollgelaufenes Segelboot befindet sich im Schlepp eines Seenotrettungsbootes.

Im Achterwasser gekentert: Mit dem Seenotrettungsboot HECHT der DGzRS schleppen die freiwilligen Seenotretter aus Zinnowitz das etwa fünf Meter lange Segelboot nach Netzelkow.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 13.45 Uhr empfing die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-Ordination Centre (MRCC) Bremen, einen automatischen Notruf über UKW-Funk. Die übermittelte Position lag im Achterwasser der Ostseeinsel Usedom etwa eine Seemeile (rund zwei Kilometer) östlich des Ortes Lütow.

Sofort schickte die Rettungsleitstelle See der DGzRS die freiwilligen Seenotretter der Station Zinnowitz in den Einsatz. Zeitgleich bat sie das in der Nähe der angegebenen Position befindliche Ausflugsschiff „Johannes“ um Unterstützung. Dieses war als erstes vor Ort: Auf dem Rumpf eines gekenterten Segelbootes saßen eine Frau und ein Mann. Sie winkten um Hilfe. Trotz der vielen Untiefen in diesem Seegebiet gelang es der Besatzung der „Johannes“, dicht genug an den Havaristen heranzukommen, um die beiden stark unterkühlten Schiffbrüchigen an Bord nehmen zu können.

Unverzüglich lief das Ausflugsschiff in Richtung des nächstgelegenen Hafens in Netzelkow. Die freiwilligen Seenotretter aus Zinnowitz übernahmen das unter Schock stehende Seglerpaar und brachten es mit dem Seenotrettungsboot HECHT an Land. Ein Rettungswagen transportierte die Frau und den Mann in ein Krankenhaus. Damit das kieloben treibende Segelboot nicht zur Gefahr für andere wird, fuhren die freiwilligen Seenotretter zurück zur Unglücksstelle. Dort richteten sie das etwa fünf Meter lange Boot auf und schleppten es nach Netzelkow.

Die Wasserschutzpolizei Wolgast hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Einsatzzeit herrschte Wind aus Südost um 4 Beaufort.

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